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Deutsche Regierung ändert nichts an 3G-Lizenzen

27.05.2002

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die Bedingungen für die Mobilfunklizenzen der dritten Generation bleiben in Deutschland unverändert, obwohl sich diverse Betreiber anderes gewünscht hätten. Dies ergab ein Gespräch von Mobilfunkfirmen mit Vertretern der Europäischen Kommission in Brüssel. "Wir kennen die Bedenken der Betreiber, haben aber nicht vor, an den Bedingungen etwas zu ändern", sagte Horst Ehrnsperger, Direktor für Telekommunikationspolitik am Ministerium für Wirtschaft und Technologie. "Die Gesetzeslage ist so: Wenn zwei Lizenzinhaber eine Fusion planen, müssen sie eine der Lizenzen zurückgeben und die Investition abschreiben." Die deutsche Regierung führt derzeit eine Studie durch, die sich hauptsächlich damit beschäftigt, wie künftig zusätzliche Frequenzen an Interessenten zugewiesen werden sollen. Abhängig von der Nachfrage will die Regierung weitere Teile des Frequenzspektrums im Jahr 2008 versteigern. Betrachtet man die finanziellen Schwierigkeiten der sechs 3G-Betreiber, so erscheint es allerdings unwahrscheinlich, dass sie in der nächsten Zeit Bedarf an zusätzlichen Frequenzen haben werden. (sra)