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Deutsche IT-Entscheider zögern beim Outsourcing

31.01.2002
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MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Deutsche Unternehmen sind zögerlich, wenn es darum geht, IT-Aktivitäten an externe Dienstleister auszulagern. Das behauptet Peter Chylla, Geschäftsführer von Thyssen Krupp Informations Services (TKIS) gegenüber der CW-Schwesterpublikaltion "CIO". Der Manager sieht insbesondere bei Banken und Versicherungen Nachholbedarf hätten. Große Sparpotenziale würden nicht ausgeschöpft, weil noch sehr wenig Standardsoftware eingesetzt werde. "Das riecht stark nach Outsourcing", definiert Chylla den Bedarf. Sein Unternehmen, die TKIS, zählt zu den großen Outsourcing-Anbietern und erwirtschaftet derzeit zirka 68 Prozent des Umsatzes mit Kunden außerhalb des Thyssen-Krupp-Konzerns.

Während das vielfältige Service-Angebot externer Dienstleister in den USA dankbar angenommen werde, kommen die kontrollierteren Varianten diesseits des Atlantiks eher an, bei denen die strategischen Fäden in der Hand der Unternehmen bleiben. Nach einer aktuellen Studie des Marktforschungsinstituts Butler Group wird der Anteil Europas am globalen Markt für Outsourcing-Leistungen von 29 Prozent im vergangenen Jahr auf 27 Prozent im Jahr 2005 zurückgehen. (ka)