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Deutsche Firma will Linux-Marke nun doch nicht

22.09.1999

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die Channel One GmbH, die vor kurzem den Markennamen "Linux" beim deutschen Patentamt in München angemeldet hat, will diese Registrierung nun angeblich zurückziehen. Dies bestätigte Achim Cloer, Vorsitzender des deutschen Linux-Verbandes (LIVE) in Arnsberg. Rainer Feldkamp, der Anwalt des Verbandes und Interessenvertreter des Linux-Erfinders Linus Torvalds, habe mit Channel One wegen der Annullierung der Markenanmeldung in Kontakt gestanden. Weder Roy Boldt, Gründer des Hamburger Software-Anbieters, noch Feldkamp haben zu den neuen Entwicklungen bisher Stellung genommen.

Channel One begründet diese Markenanmeldung auf seiner Homepage damit, daß Gerüchten zufolge ein anderes Unternehmen die Registrierung auf den Namen "Linux" geplant hatte und damit den alleinigen Anspruch auf die Marke in Deutschland bezwecken wollte. Dazu meint Channel One wörtlich: "Zunächst konnten wir nicht glauben, daß die Marke Linux in Deutschland nicht geschützt ist. Ein Gang zum Patentanwalt belegte dies aber. Kurzentschlossen haben wir einfach eine Anmeldung eingereicht, um sicherzustellen, daß nicht irgendjemand mit kommerziellen Absichten dasselbe tut."