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Deutsche Bank lässt GFT beim Umsatz im Stich

10.05.2002

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die GFT Technologies AG lag im ersten Geschäftsquartal 2002 bei Einnahmen von 39,8 Millionen Euro fünf Millionen Euro unter Plan. Der IT-Dienstleister aus St. Georgen begründet die Abweichung im Wesentlichen damit, dass die Deutsche Bank ihre vertraglichen Verpflichtungen für Aufträge im Projektgeschäft nicht eingehalten habe. Dennoch war das Finanzinstitut, das an der GFT mit rund 25 Prozent beteiligt ist, im Berichtszeitraum mit knapp 20 Millionen Euro der größte Kunde. Da jedoch der unerwartet niedrige Umsatz auch durch die im vergangenen Jahr initiierten Sparmaßnahmen nicht aufgefangen werden konnte, verbuchte GFT vor Zinsen und Steuern (Ebit) einen Verlust von 3,2 Millionen Euro.

Wie der IT-Dienstleister mitteilte, wurden nun Verhandlungen mit der Deutschen Bank über die vertraglich vereinbarten Umsätze für das verbleibende Geschäftsjahr begonnen. Insgesamt habe die Bank GFT ein Auftragsvolumen von 245 Millionen Euro über drei Jahre zugesichert. Außerdem übertrug der Vorstand die Verantwortung für Kunden aus dem Segment Finanzdienstleister dem Vertriebschef Thomas Gumsheimer. Der bisher zuständige Roland Härtner übernimmt stattdessen die Verantwortung für das Personal von Finanzchef Markus Kerber. Die endgültigen Quartalszahlen will GFT am 16. Mai bekannt geben. (mb)