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Deutliche Worte zum 11. September von Vobis-Vorstand Rakow

24.10.2001
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MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Gegen den Strich gebürstet äußerte sich Jürgen Rakow, der Vorstandsvorsitzende der Vobis AG, auf der Pressekonferenz seines Unternehmens in München zu den Folgen des Terroranschlags in New York, Washington und Pittsburgh. Die Attacken seien verheerend und verabscheuenswürdig. Trotzdem könne er nicht nachvollziehen, wenn jetzt unisono Unternehmen und Wirtschaftsanalysten weltweit diese Anschläge als Erklärung für wirtschaftliche Misserfolge nutzten.Die Gründe für die wirtschaftlich schwierige Situation vieler Unternehmen lägen monate- oder gar jahrelang zurück. "Das Ergebnis von Vobis wurde durch die Anschläge vom 11. September nicht berührt. Mehr gibt es zu diesem Thema nicht zu sagen", äußerte Rakow kurz und bündig.

Rakow nahm auch Bezug auf den enttäuschenden Verlauf der Systems, die vergangene Woche in München zu Ende ging. Auch hier sollten die Terroranschläge nicht als Ausrede für den kapitalen Messe-Flop herhalten. Vielmehr stimme das Konzept der Münchner Veranstaltung schon lange nicht mehr. Der beste Beweis für seine These sei die Berliner Funkausstellung. Die habe im August - also vor den Anschlägen vom 11. September - stattgefunden. Und auch hier stimme die Ausrichtung nicht mehr, weswegen auch die Berliner Veranstaltung bestenfalls als "öde" einzustufen sei.