Comscore

Desktop-Suchen in den USA erstmals rückläufig

Thomas Cloer
Thomas Cloer ist verantwortlich für die Nachrichten auf computerwoche.de.
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In den USA gab es 2012 erstmals weniger Suchen vom Desktop aus als im Vorjahr.

Das geht aus dem Bericht "2013 U.S. Digital Future in Focus" hervor, den die Marktforschungsfirma Comscore gerade veröffentlicht hat. Die Gesamtzahl der sogenannten Core Searches ging demnach gegenüber dem Vorjahr um drei Prozent zurück. Als Gründe dafür nennt Comscore weniger Suchen pro Internet-Nutzer (minus sieben Prozent), obwohl die Gesamtzahl der Suchenden um vier Prozent gestiegen war.

Dass die Suchintensität nachlässt, liegt nach Einschätzung von Comscore an einem Trend zur 2012 um acht Prozent gewachsenen vertikalen Suche (nach Produkten zum Beispiel bei Amazon oder Ebay, nach Menschen bei Facebook oder Whitepages.com) sowie zur Suche auf mobilen Plattformen.

Zwei Drittel (66,7 Prozent; Vorjahr 65,9 Prozent) aller stationären Suchen liefen 2012 in den USA über Sites von Google. Dahinter liegen die Webseiten von Microsoft, primär Bing, mit 16,3 (15,1) Prozent und Yahoo mit 12,2 (14,5) Prozent. Die übrigen Player Ask und AOL spielen keine nennenswerte Rolle mehr.

Als Trend für 2013 erwartet Comscore übrigens angesichts zuletzt in diesem Bereich erzielter Fortschritte eine steigende Bedeutung der sozialen Suche. Das dürfte sowohl für die neue Facebook-Suche über den Social Graph gelten wie auch für eine stärkere Integration des "sozialen Layers" Google+ in andere Google-Dienste.

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