Hans Vestberg

Designierter Ericsson-Chef will kleinere Dienstleister zukaufen

26.06.2009
Der zum Jahreswechsel zum Ericsson-Chef aufsteigende bisherige Finanzvorstand Hans Vestberg will das Dienstleistungsgeschäft des Telekomausrüsters stärken.
Hans Vestberg, Ericsson
Hans Vestberg, Ericsson

"Auf Seiten der Dienstleistungen könnten noch kleinere Zukäufe folgen", sagte er im Gespräch mit der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (Freitag). "Gerade in der derzeitigen Krise kann zum Beispiel unsere Dienstleistungs-Sparte davon profitieren, dass Mobilfunk-Anbieter Teile ihres Netzbetriebs auslagern, um die Kosten zu senken."

Grundsätzlich will Vestberg aber am Kurs seines Vorgängers Carl Henrik Svanberg festhalten, der zum Ölkonzern BP wechselt. "Wir glauben, dass organisches Wachstum für Ericsson der richtige Weg ist", sagte Vestberg. "Aber in diesen Zeiten wäre es fahrlässig, wenn sich das ein Unternehmen nicht alle Gelegenheiten, die sich für Zukäufe vielleicht bieten, genau anschauen würde. Auf Seiten des Produktportfolios sehe ich aber keine großen Notwendigkeiten."

Ob Vestberg am schwächelnden Handy-Gemeinschaftsunternehmen Sony-Ericsson festhalten will, ließ er offen. Er sagte lediglich, er unterstütze das Management, "um Sony-Ericsson wieder auf den richtigen Weg zu bringen". Bei Sony Ericsson sind die Handy-Verkäufe massiv eingebrochen. Zuletzt schrieb das Unternehmen tiefrote Zahlen und hat bereits die zweite Runde von Stellenstreichungen eingeleitet. Ericsson selbst blieb dagegen im ersten Quartal in den schwarzen Zahlen. Das Kerngeschäft mit Telekomausrüstung lief noch vergleichsweise gut. (dpa/tc)