Anwendungen für Smartphones und Tablets

Der Weg zur eigenen Business App

Manfred Bremmer beschäftigt sich mit (fast) allem, was in die Bereiche Mobile Computing und Communications hineinfällt. Bevorzugt nimmt er dabei mobile Lösungen, Betriebssysteme, Apps und Endgeräte unter die Lupe und überprüft sie auf ihre Business-Tauglichkeit. Bremmer interessiert sich für Gadgets aller Art und testet diese auch.
Bei der Entwicklung einer mobilen Enterprise-Anwendung müssen Unternehmen eine Reihe von Hürden nehmen.
Mit den richtigen Tipps muss der Weg zur eigenen Business App nicht lang und steinig sein.
Mit den richtigen Tipps muss der Weg zur eigenen Business App nicht lang und steinig sein.
Foto: Fotolia.com/iQoncept

Obwohl viele Unternehmen ihre Mitarbeiter mittlerweile mit Smartphones und Tablets ausgestattet haben, schöpfen sie die Potenziale und mögliche Wettbewerbsvorteile häufig nicht aus. Ein Grund dafür ist, dass sich die mobile Nutzung oft auf Telefonate, SMS oder E-Mails beschränkt. Die stärkere Integration der Geräte in Geschäftsprozesse über maßgeschneiderte mobile Anwendungen und Websites sehen Entscheidungsträger oft als kostspielig, aufwendig und riskant an.

Entwicklung steht erst am Anfang

Die Zurückhaltung betrifft allerdings nicht nur die Anwenderunternehmen, sondern auch die Hersteller. Im Vergleich zum Endkundenbereich stehe die Entwicklung von Business Apps erst am Anfang, bestätigt Nikolaus Mohr, Geschäftsführer im Bereich Communications & High Tech bei Accenture. Wenngleich mobile Anwendungen in einigen Bereichen schon länger im Einsatz seien, habe man erst in den letzten ein bis zwei Jahren das große Potenzial von Business Apps erkannt, unterstützt von neuen technischen Voraussetzungen wie ortsbasierenden Diensten (LBS) oder "As-a-Service-" und Cloud-Diensten. "Egal ob SAP, Oracle oder Microsoft - praktisch alle Hersteller machen sich Gedanken, wie sie ihre Systemwelten als App abbilden können. Obwohl es sich kein Hersteller leisten kann, den Trend zu verschlafen, sind einige schon weiter, weil sie schon von Anfang an eher auf Web-basierende Geschäftsmodelle gesetzt haben."

Immerhin: Auf der Website Apps4ERP finden sich bereits 16 mobile Lösungen. Ein Blick in den AppStore, die Blackberry App World oder andere plattformspezifische Download-Stores zeigt, dass es inzwischen mobile Anwendungen für nahezu jede größere Business-Suite gibt. Und auch SAP hatte bei der Übernahme von Sybase im vergangenen Jahr nicht nur Datenbanken im Sinn, sondern auch das mobile Lösungsgeschäft des Anbieters, etwa die "Sybase Unwired Platform". Doch nicht nur Anwender und Hersteller befassen sich mit dem Thema. Auch die Bundesregierung habe Business Apps als eines ihrer Topthemen für den IT-Gipfel in Dresden definiert, berichtet Mohr.