Der Supercomputer wird persönlich

19.11.2008
Nvidia hat mit "Tesla" eine Highend-GPU vorgestellt, die als Grundlage für "Personal Supercomputer" dienen soll.

Den Personal Supercomputer Tesla hat Grafikchiphersteller Nvidia gemeinsam mit einer Reihe von Partnern entwickelt. Herzstück ist die Graphics Processing Unit (GPU) "Tesla C1060" auf Basis der von Nvidia entwickelten Parallelarchitektur "Cuda".

Schnell, aber günstig

Damit ausgerüstete Rechner sollen rund 250-Mal so viel leisten wie eine herkömmliche PC-Workstation, sich allerdings auf deren Preisniveau bewegen, verspricht der Hersteller. Über diesen Weg sollen sich auf dem Schreibtisch komplexe Simulationen, Experimente und Rechenaufgaben erledigen lassen, für die man bislang auf einen entfernten Supercomputer zugreifen musste.

Die Tesla-C1060-Karte ist für knapp 1700 Dollar erhältlich. Darauf basierende Personal Supercomputer - diese bauen unter anderem Dell, Lenovo, Asus und Western Scientific - sind laut Nvidia-Sprecher Andrew Humber für weniger als 10 000 Dollar zu haben. Sie erreichen eine Leistung von vier Teraflops (Billionen Fließkomma-Operationen pro Sekunde).

GPU-basierende Personal Supercomputer sind nach Angaben von Nvidia unter anderem bereits bei der Max-Planck-Gesellschaft, dem MIT und der Cambridge University im Einsatz. Schon in der Vergangenheit seien Rechner als Desktop-Supercomputer bezeichnet worden, erklärte Burton Smith, Technical Fellow bei Microsoft: "Aber diesmal trifft die Bezeichnung zu." (tc)