IBM weiter die Nummer eins

Der Server-Markt stabilisiert sich

Wolfgang Herrmann ist Deputy Editorial Director der IDG-Publikationen COMPUTERWOCHE und CIO. Zuvor war er Chefredakteur der Schwesterpublikation TecChannel und stellvertretender Chefredakteur COMPUTERWOCHE. Zu seinen thematischen Schwerpunkten gehören Cloud Computing, Data Center, Virtualisierung und Big Data.
Nach Gartner-Erhebungen erholte sich das weltweite Server-Geschäft im dritten Quartal 2009. IBM behauptet sich knapp vor Hewlett-Packard.

Gemessen am Umsatz erreichte IBM im dritten Quartal einen Anteil von 31,7 Prozent im weltweiten Server-Markt. Der IT-Konzern liegt damit knapp vor dem Erzrivalen Hewlett-Packard (HP), der auf 30,2 Prozent kommt. Auf den Plätzen folgen Dell, Sun Microsystems und Fujitsu.

Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum sanken die erzielten Umsätze der Hersteller zwar um 15,5 Prozent. Doch gegenüber dem vorangegangenen zweiten Quartal ergibt sich eine Steigerung um gut zehn Prozent. "Man muss die jährlichen Rückgänge ins richtige Verhältnis setzen", kommentierte Gartner-Analyst Jeffrey Hewitt die Zahlen. Zum Jahresende 2009 hin zeige der Markt erste Zeichen einer Stabilisierung.

Fast alle großen Server-Anbieter verbuchten im Vergleich zum zweiten Quartal Umsatzzuwächse. Lediglich Sun musste erneut Einbußen hinnehmen. Gartner führt dies vor allem auf die Verunsicherung im Zuge der geplanten Übernahme durch Oracle zurück. Im Marktsegment der Unix-Server zog HP an Sun vorbei und ist jetzt der umsatzstärkste Anbieter hinter IBM. Insgesamt setzten die Hersteller im dritten Quartal 2,6 Milliarden Dollar mit Unix-Systemen um, ein Rückgang von 21 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.

Etwas besser sieht es im Markt für x86-Server aus. Hier gingen die weltweit erzielten Einnahmen im Jahresvergleich nur um 11,4 Prozent auf 6,3 Milliarden Dollar zurück. Marktführer im Segment der Industriestandard-Server bleibt HP, gefolgt von Dell, IBM, Fujitsu und NEC. (wh)