Der richtige MBA-Abschluss öffnet Türen

Holger Eriksdotter ist freier Journalist in Hamburg.
Wer eine Karriere im Management anstrebt, tut sich mit dem Master of Business Administration (MBA) leichter. Das galt in der Vergangenheit vor allem für Techniker, die mit einem Zusatzstudium zum MBA das fehlende betriebswirtschaftliche Wissen erwarben. MBA-Studiengänge mit IT-Schwerpunkt sind indes rar: Das generalistisch angelegte Studium lässt wenig Raum für Spezialisierung.

Management-Wissen, Internationalität, betriebswirtschaftliches Know-how, soziale und kommunikative Kompetenz - all dies wollen MBA-Studiengänge vermitteln, die mittlerweile in Deutschland Schule machen: 90 Lehrinstitute bieten insgesamt 140 solche Programme an. Das Vorbild der Master-Studiengänge kommt aus den englischsprachigen Ländern. Ein MBA-Examen renommierter Hochschulen wie Harvard, Columbia oder Stanford in den USA oder der London Business School in England gilt als Eintrittskarte in die Führungsetage internationaler Unternehmen.

Aber MBA ist nicht gleich MBA. Schon bei den Studiengebühren tut sich eine große Spanne von 2500 bis über 60000 Euro auf, wobei die renommierten amerikanischen Institute jeweils über 60000 Dollar für ein 16- bis 20-monatiges Studium verlangen. Auch thematisch gibt es hierzulande große Unterschiede, da die Anforderungen an die Lehr- und Prüfungsinhalte sowie die Anerkennung der Studienabschlüsse der Kulturhoheit der einzelnen Bundesländer unterliegen.

Da kann es gelegentlich sogar passieren, dass ein MBA-Titel von einem Bundesland anerkannt wird und von einem anderen nicht. Generell lassen sich die deutschen MBA-Angebote aufgrund ihrer jungen Geschichte und geringeren Internationalität nur sehr bedingt mit der Konkurrenz im Ausland vergleichen. Nur wenige erreichen das Niveau der angelsächsischen Vorbilder oder verfügen über eine international anerkannte Zertifizierung.

Internationale Programme fördern die Karriere