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Der PDA-Markt schrumpft weiter

06.02.2006
Der führende Taschencomputer-Hersteller Palm sollte sich nach Ansicht eines Großaktionärs vom einem der großen IT- Konzerne übernehmen lassen.

Der wachsende Wettbewerb könnte dem Unternehmen das Geschäft im Alleingang erschweren, argumentierte der IT-Unternehmer Mark Nelson, der acht Prozent der Palm-Aktien hält. Nelson habe einen entsprechenden Brief an den Palm-Verwaltungsrat geschrieben, berichtete der Branchendienst "Cnet". Der Markt für Taschen-PCs ist zuletzt unter dem Druck kombinierter Geräte mit E- Mail- und Mobilfunk-Funktion - zum Beispiel des BlackBerry - geschrumpft.

Nach Daten des Marktforschungsunternehmens IDC sank der weltweite Absatz der Geräte aller Hersteller im vierten Quartal 2005 im Jahresvergleich um 18,2 Prozent auf 2,23 Millionen Stück. Im gesamten Jahr habe das Minus 16,7 Prozent auf 7,5 Millionen betragen.

Palm habe im Schlussquartal etwas mehr als eine Million Geräte verkauft und sei damit nach wie vor unangefochtener Spitzenreiter mit einem Marktanteil von 45,6 Prozent gewesen - 2,6 Prozentpunkte mehr als ein Jahr zuvor, berichtete IDC. Hewlett-Packard (HP) als Nummer zwei habe einen Anteil von 20,8 Prozent (Vorjahr: 25,4 Prozent). Der Markt stehe zwar unter immensem Druck durch die kombinierten Geräte, der Einsatz von GPS-Navigation, Multimedia- Funktionen und drahtlosen WiFi-Verbindungen eröffne aber auch für Taschen-PC-Hersteller neue Möglichkeiten. Palm ist mit der Marke "Treo" auch bei Geräten mit Telefon-Funktion vertreten.

Der deutsche Hersteller Medion war IDC zufolge im vierten Quartal die weltweite Nummer fünf mit einem Marktanteil von 4,3 Prozent und knapp 97.000 verkauften Geräten. Auf Platz drei kam Dell mit 8,0 Prozent Marktanteil, gefolgt von Acer mit 5,7 Prozent. (dpa/tc)