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Ubuntu 12.04.2, Steam, Sabayon Linux 11

Der Open-Source-Wochenrückblick

17.02.2013
Lesen Sie, was die Woche in puncto Linux und Open Source Neues gebracht hat.

Steam für Linux befand sich eine ordentliche Zeit in einer Beta-Phase. Nun hat Valve den Client offiziell freigegeben und alle Linux-Spiele kräftig reduziert.

Ubuntu 12.04.2 LTS ist keine gewöhnliche Wartungs-Ausgabe. Das Betriebssystem kann mit UEFI Secure Boot umgehen.

Shim und der Bootloader der Linux Foundation wollen an einem Strang ziehen. UNIGINE hat zwei neue Benchmark-Tests zur Verfügung gestellt. Apache OpenOffice wäre nach eigenen Berechnungen 21 Millionen US-Dollar pro Tag wert.

Die neueste Version der Gentoo-basierten Distribution Sabayon kann mit UEFI Secure Boot umgehen. Canonical gibt erste Design Guides für das Ubuntu Phone aus.

Für einen schnellen Überblick sorgt unsere Bilderstrecke:

Steam für Linux

Spielen unter Linux wird durch die Veröffentlichung des Steam-Clients zum Mainstream. Offiziell unterstützt Valve nur Ubuntu. Durch eine kürzliche Änderung der Lizenz können auch andere Distributionen die Software ohne Bedenken aufnehmen. Somit steht Steam unter anderem auch für openSUSE und Fedora zur Verfügung.

Mit der offiziellen Ausgabe des Clients hat Valve eine Rabatt-Aktion gestartet, die noch bis 21. Februar 2013 läuft. Alle Linux-Spiele sind zwischen 50 und 80 Prozent reduziert.

Ubuntu 12.04.2 LTS "Precise Pangolin"

Die interessanteste Funktion des langzeitunterstützten Ubuntu 12.04.2 ist sicherlich die Unterstützung für UEFI Secure Boot. Somit lässt sich diese Version genau wie sein Nachfolger Ubuntu 12.10 auf Systemen mit aktiviertem UEFI Secure Boot installieren.

Weiterhin haben die Entwickler den Kernel und den X-Stack aktualisiert. Neuinstallationen sollten laut den Veröffentlichungs-Hinweisen mit den aktualisierten Abbildern durchgeführt werden. Der Grund dafür ist, dass der Anwender danach weniger Updates einspielen muss. Für die Abkömmlinge Kubuntu, Edubuntu, Mythbuntu und Ubuntu Studio wurden die Installations-Medien ebenfalls auf den neuesten Stand gebracht.

Ubuntu 13.04 "Raring Ringtail" Alpha 2

Ubuntu 13.04 mit Unity wird bekanntlich erst mit der Beta-Version als offizielle Testversion ausgegeben. Das dafür vorgesehene Datum ist der 28. März 2013. Hier müssen sich Interessierte mit den Daily Builds zufrieden geben.

Den Derivaten ist es allerdings freigestellt, ob sie Alpha-Varianten zur Verfügung stellen möchten. Kubuntu und Ubuntu Server Cloud lassen sich bereits als offizielle Alpha-Version probefahren.

Shim und Bootloader der Linux Foundation

Matthew Garret möchte Shim und den Bootloader der Linux Foundation vereinen. Beide Lösungen, um Linux unter UEFI Secure Boot zu starten, haben Vor- und Nachteile. Garret räumt zum Beispiel ein, dass der LF-Loader ein hübscheres UI hat.

Allerdings kann es sein, dass die Methode der Linux Foundation nicht überall funktioniert. James Bottomly von der Linux Foundation hat laut Garrets Aussagen nichts dagegen, wenn man die beiden Lösungen unter einen Hut bringt.

UNIGINE Heaven 4.0 und Valley

UNIGINE Heaven ist bereits länger als Benchmark-Test für Linux, Mac OS X und Windows auf dem Markt. Die Entwickler haben Version 4.0 zur Verfügung gestellt. Neben einer kostenlosen Variante gibt es auch eine Advanced- für 14,95 und eine Pro-Version für 495 US-Dollar.

Wer seine Grafikkarte richtig unter Druck setzen möchte, kann sich das nagelneue Valley zu Gemüte führen. Bei Valley können Sie durch insgesamt 64.000.000 Quadratmeter Landschaft fliegen oder laufen. Auch hier gibt es eine kostenfreie Ausgabe. Advanced schlägt mit 19,95 und Pro mit 495 US-Dollar zu Buche.

Der theoretische Wert von Apache OpenOffice

Im Apache-Blog hat man einige Berechnungen angestellt und einen theoretischen Wert für die Bürosoftware OpenOffice errechnet. In Version 3.4.1 wird die Software derzeit durchschnittlich 138.928 Mal pro Tag herunter geladen. Setzt man das in Relation mit der billigsten Version von Microsoft Office, kommen die Entwickler auf ungefähr 21 Millionen US-Dollar.

In diesem Zusammenhang ist zu vermerken, dass Apache OpenOffice voraussichtlich in die Fedora Repositories aufgenommen wird. Voraussetzung ist allerdings, dass alle Konflikte zwischen LibreOffice und der Apache-Software aus der Welt geschafft werden.

Sabayon Linux 11

Sabayon Linux basiert auf Gentoo Linux und ist eine so genannten Rolling Distribution. Einmal installiert muss man diese theoretisch nie wieder neu einspielen. Dann und wann geben die Entwickler allerdings neue Installations-Medien aus.

Version 11 bringt aktuelle Desktop-Umgebungen in den Geschmacksrichtungen KDE, GNOME, Xfce, MATE und XBMC mit sich.

Für die UEFI-Unterstützung haben sich die Entwickler für SHim entschieden. Für das Live-Medium wird der von Matthew Garret unterzeichnete Bootloader verwendet. Während der Installation lassen die Entwickler aber ein Schlüsselpaar erzeugen, das der Anwender dann wie bekannt von der Firmware absegnen lassen muss. Damit lassen sich allerdings nun Binärdateien selbst unterzeichnen und Sie sind nicht mehr auf Software von Drittanbietern angewiesen.

Ebenfalls erwähnenswert ist, dass Sabayon NVIDIA-Optimus-Karten selbst erkennt und diese entsprechend mit Bumblebee konfiguriert. Eine Version mit Gentoo Hardened Kernel steht ebenfalls bereit.

Design Guides für das Ubuntu Phone

Canonical hat App Design Guides für das Ubuntu Phone angekündigt. Mit einer Vorschau des Ubuntu User Interface Toolkit will man Entwicklern unter die Arme greifen.

Weiterhin soll es ab 21. Februar eine Touch Developer Preview geben, welche die Geräte Galaxy Nexus und Nexus 4 Smartphones unterstützt. Canonical spricht von einer neuen Ära, bei der ein Ubuntu-Code für alle Geräte (Tablets, Desktop, Smartphone, TV) dient. KDE-Entwickler Aaron Seigo findet die Ankündigung irreführend. Von dieser Vision sei man derzeit meilenweit entfernt. Er finde das Ubuntu Phone zwar gut, aber die Art der Kommunikation ist ihm ein Dorn im Auge. Sie sei schädlich für das Ansehen freier Software.