Produktnahe IT-Dienstleistungen

Der Mittelstand bevorzugt Systemhäuser

Sabine Prehl ist freie Journalistin und lebt in München.
Die meisten mittelständische Unternehmen lassen produktnahe IT-Services von mittelständischen Anbietern erbringen.

Viele Unternehmen im unteren Mittelstand (bis 99 Mitarbeiter) setzen beim Thema externe IT-Services auf regionale Systemhäuser beziehungsweise Reseller, beobachten die Analysten der Experton Group. Insbesondere bei produktnahen Dienstleistungen wie Wartung und Support gilt vielerorts das Prinzip "Service folgt Hardware und Software". Ob der regionale Ansprechpartner den eigentlichen Service eigenständig erbringt, Teilleistungen übernimmt oder lediglich eine vermittelnde Rolle einnimmt, ist dabei unerheblich.

Entscheidend ist vielmehr, dass mittelständische Unternehmen eher auch mittelständische Anbieter beauftragen. Von einem mittelständischen IT-Dienstleister erhoffen sich die Anwender lokale Nähe, kurze Entscheidungswege, günstige Preise, Kundennähe, gewachsene Strukturen sowie mehr Wertschätzung als von den großen IT-Serviceanbieter erwarten können. Die mittelständischen Provider unterhalten zwar enge Partnerschaften mit den großen Hardware- und Softwareanbietern sowie mit global agierenden IT-Dienstleistern. Oft müssen sie allerdings auf Mittelständler beziehungsweise Second-Tier-Anbieter zurückgreifen, da die großen Anbieter kein adäquates, auf den Mittelstand zugeschnittenes Angebot im Portfolio haben. Das gilt laut Experton vor allem für den Outsourcing-Bereich. (sp)