IDC prognostiziert heftiges Wachstum

Der Middleware-Markt boomt überraschend stark

31.07.1998

Die Ergebnisse überraschten die Experten von IDC, denn sie hatten erwartet, daß Anwender ihr IT-Budget für die Lösung der Jahr-2000-Problematik und die Währungsumstellung auf den Euro verwenden. Doch auch die asiatisch-pazifische Wirtschaftskrise konnte dem Geschäft nichts anhaben. "Die Kunden kaufen mehr und mehr Middleware, weil sie hoffen, die Komplexität der verteilten Prozesse und heterogenen Umgebungen dadurch in den Griff zu bekommen", wertete Ed Acley, Research Director bei IDC, die Zahlen.

Sollten die Hersteller es verstehen, die Handhabung ihrer Produkte zu vereinfachen, prognostizieren die Marktforscher jährliche Zuwachsraten von durchschnittlich 30 Prozent. Im Jahr 2002, so die IDC-Berechnungen, werde der Markt ein Volumen von sieben Milliarden Dollar umfassen.

Der Umsatzschwerpunkt wird sich dabei verschieben. Wurden in der Vergangenheit hauptsächlich Verfahren für plattformunabhängige Datenzugriffe nachgefragt, werden ab dem Jahr 2000 Message-orientierte Lösungen die Hauptrolle spielen. Dieses Segment weist in den kommenden Jahren die höchsten Zuwachsraten auf, gefolgt von Produkten für verteilte Transaktionsprozesse. Die Entwickler greifen zunehmend auf Javabeans zurück, um die unterschiedlichen Applikationen und Plattformen verbinden zu können. Schließlich hat die IDC einen neuen Marktführer gekrönt. Bea Systems verdrängte mit einem Umsatzzuwachs von 94 Prozent im vergangenen Jahr Sybase von Platz eins der Rangliste.