Die Topmodelle von Acer bis Toshiba

Der Markt für Ultrabooks reift langsam

Klaus Hauptfleisch ist freier Journalist in München.
Fast alle Notebook-Hersteller haben sich mittlerweile zu Ultrabooks bekannt. Doch die Preise für die flachen Rechner mit Intel-CPUs bleiben hoch.
Foto: Acer

Die Phase der "Early Players" hat der junge Markt für Ultrabooks längst hinter sich gelassen. Waren Ende 2011 nur Acer, Asus, Lenovo und Toshiba mit einschlägigen Modellen am Start, haben sich inzwischen fast alle ernstzunehmenden Notebook-Anbieter auf das lukrativ erscheinende Segment gestürzt.

Pünktlich zum Jahresstart etwa meldeten sich mit Hewlett-Packard und Dell zwei Schwergewichte, die wie jüngst Fujitsu mit ihren Ultrabooks vor allem auch Business-Kunden im Visier haben. Als starken neuen Konkurrenten sehen Branchenexperten ferner auch Samsung. Die erhofften Skaleneffekte lassen indes auf sich warten, weshalb die Preise für die schlanken Geräte immer noch am Massengeschmack vorbeigehen.

Von Intel als Antwort auf Apples MacBook Air und das iPad erdacht - oder auch als Alternative zu den noch immer weit teureren Subnotebooks, sieht IDC-Analystin Ezster Morvay in den Ultrabooks eher eine Evolution, denn eine neue Geräteklasse. Die schlanke Linie sei ein Trend, der in fünf Jahren 80 Prozent des Notebook-Marktes erfassen werde.

Acer-Präsident Jim Wong hat für 2013 zwar schon Preise von 500 Dollar in Aussicht gestellt, aber mit Kostenpunkten von meist mehr als 1.000 Euro inklusive Steuern sind aktuelle Ultrabooks davon noch weit entfernt. Intels Vorgaben (siehe Tabelle am Ende des Artikels) sahen unter anderem Einstiegspreise von weniger als 1.000 Dollar vor. Mit Stückpreisen von teilweise mehr als 300 Dollar für die entsprechenden CPUs hatte der Chipriese diese aber anfangs selber konterkariert. Mittlerweile aber hat Intel die Preise gesenkt und einen 300 Millionen Dollar schweren Ultrabook-Fonds aufgelegt, um für den erhofften Push zu sorgen und die Anzahl angebotener Modelle von aktuell 18 bis Ende 2012 auf mindestens 75 zu erhöhen.

22nm Chip.
22nm Chip.
Foto: Intel

Einige Hersteller mit Ultrabook-Plänen könnten wie Fujitsu und Sony auch den Launch der neuen Intel-Prozessoren mit Codenamen "Ivy Bridge" abwarten. Der Übergang von der 32- zur 22-Nanometer-Fertigung soll zur Computex Taipei 2012, Asiens größter IT-Messe, Anfang Juni auch die zweite Generation der Ultrabooks einläuten. Lenovo will sich nach dem im November eingeführten IdeaPad U300s zu geplanten neuen Modellreihen nicht äußern. LG hat nach Vorstellung des Xnote Z330, des mit 11,6-Zoll-Display und einer Bauhöhe von 14,7 mm dünnsten Ultrabooks auf der CES 2012, nichts mehr von sich hören lassen. In Europa steht der Verkaufsstart in den Sternen.

Die Marktübersicht auf den folgenden Seiten wagt auch schon einen Ausblick auf die Ultrabooks mit Intels neuen Ivy-Bridge-Prozessoren. Neben den erhofften Skaleneffekten sollen sie dazu beitragen, dass die Gerätepreise sinken.

Auf den nächsten Seiten finden Sie alles über die aktuellen Ultrabooks von Acer, Asus, Dell, Fujitsu, HP, Samsung und Toshiba. Einen schnellen Überblick gibt unsere Bilderstrecke.