Windows, Linux, MacOS

Der lange Weg zu besseren GUIs

Joachim Hackmann ist Principal Consultant bei Pierre Audin Consulting (PAC) in München. Vorher war er viele Jahre lang als leitender Redakteur und Chefreporter bei der COMPUTERWOCHE tätig.
Windows, Mac/OS und Linux-Distributionen wie Ubuntu und Debian unterstützen dreidimensionale Benutzeroberflächen. Der Weg zu soviel Komfort begann 1973 in den Xerox-Entwicklungslabors.

Anwender können sich über das Angebot moderner 3D-Benutzeroberflächen nicht beschweren: Microsoft stattet Windows Vista mit der 3D-Oberfläche Aero aus. Apple tut das gleiche mit dem Aqua-Desktop im Betriebssystem Leopard, und Linux-Distributionen wie Ubuntu und Debian können die Desktop-Oberfläche Compiz integrieren.

Den nächsten Schritt in Richtung mehrdimensionaler Benutzerschnittstelle hat Apple offenbar im Blick. Das US-Patentamt hat Ende 2008 einige neue Patentanträge von Apple veröffentlicht. Einer davon beschreibt einen "Multidimensionalen Desktop", der eine perspektivische Darstellung erlauben soll. Dadurch lassen sich Objekte auf mehreren Ebenen platzieren.

Apple beschreibt in dem Antrag mehrere Möglichkeiten, wie man die Räumlichkeit visualisieren könnte (siehe Apple patentiert den 3D-Desktop). Doch bis es so weit ist, wird noch einige Zeit verstreichen. Die aktuellen Veröffentlichungen neuer Betriebssysteme wie Ubuntu 9.04 und Windows 7 (RC) zeigen keine grundlegenden Neuerungen.

Wie mühsam der Weg zu neuen Benutzeroberflächen ist, zeigt der Rückblick auf die Entwicklung der GUIs in den vergangenen mehr als 30 Jahren.