Trend Inhouse Sourcing

Der IT-Service-Markt in Deutschland

Thomas Pelkmann ist freier Journalist in Köln.
Gegenüber der Lünendonk-Liste für das Geschäftsjahr 2009 gab es 2010 nur wenige Veränderungen. Die Erwartungen an steigende Umsätze trübt das aber nicht.
Foto: Shutterstock

Die 25 Unternehmen der Lünendonk-Marktstichprobe 2011 über die IT-Service-Unternehmen in Deutschland weisen im Mittel eine Zunahme ihrer Inlandsumsätze gegenüber 2009 von 3,2 Prozent aus. Bedingt durch Umstrukturierungen und Übernahmen gibt es dabei aber beträchtliche Unterschiede zwischen den einzelnen Unternehmen. Während 14 Unternehmen - davon sechs sogar zweistellige - Umsatzzuwächse aufweisen, waren bei neun Unternehmen die Umsätze gegenüber dem Vorjahr 2009 sogar rückläufig. Bei zwei Unternehmen stagnierte der Inlandsumsatz.

Für die Bedeutung des IT-Service-Marktes tragen nicht nur die wachsende Zahl extern erbrachter Dienstleistungen wie Outsourcing, Application oder Facility Management sowie Equipment Services, Maintenance und Training bei. Die Wichtigkeit dieses in seiner Zusammensetzung komplexen Marktsegments trägt den Marktforschern von Lünendonk zufolge auch der Trend hin zum sogenannten Inhouse-Outsourcing.

Führende IT-Service-Unternehmen in Deutschland 2010.
Führende IT-Service-Unternehmen in Deutschland 2010.
Foto: Lünendonk

"In den vergangenen Jahren", heißt es in einer Lünendonk-Pressemitteilung zum IT-Servicemarkt in Deutschland, "traten überwiegend als Tochtergesellschaften ausgegliederte IT-Bereiche von Wirtschafts- und Finanzkonzernen in Erscheinung". Solche Anbieter hätten zwar vor allem konzerninterne Kunden, wendeten sich mit ihren Dienstleistungen aber auch an externe Kundenmärkte. Zu diesen Dienstleistern zählt Lünendonk Beispiele wie Bayer Business Services, Fiducia IT, Finanz Informatik und GAD.

Neben den IT-Service-Töchtern großer Konzerne sind in diesem Markt aber traditionell auch große Technologiekonzerne wie IBM oder Hewlett-Packard (HP) tätig. Wegen deren Vielfalt beim Leistungsangebot lassen sich die meisten dieser großen IT-Unternehmen aber nicht einfach in die üblichen Kategorien der Software- und IT-Service-Anbieter einordnen.

Gemessen an ihren spezifischen Umsätzen gehören Unternehmen wie T-Systems, IBM oder HP nicht nur zu den größten Technologieanbietern, sondern auch zu den Top-Systemintegratoren. Dennoch erreichen viele dieser Unternehmen die von Lünendonk als Grenze definierten Umsatzanteile von 60 Prozent in spezifischen Marktsegmenten nicht, weil die Umsätze mit anderen Leistungen, zum Beispiel Outsourcing oder das Software- und Hardware-Geschäft, größeres Gewicht haben.

Inhalt dieses Artikels