Webcast Cloud-Orchestration

Der IT-Chef als Dirigent der Cloud(s)

Christiane Pütter ist Journalistin aus München. Sie schreibt über IT, Business und Wissenschaft. Zu ihren Auftraggebern zählen neben CIO und Computerwoche mehrere Corporate-Publishing-Magazine, vor allem im Bereich Banken/Versicherungen.
Hybride Modelle aus Public und Private Clouds, verschiedene Lösungen diverser Anbieter - Entscheider müssen den Überblick wahren. Cloud Orchestration und Management ist daher Thema eines Webcasts der Computerwoche.

Die Diskussion um die Cloud erreicht die nächste Stufe. Es geht nicht mehr um ein "ob", sondern um das "wie". Die Unternehmenspraxis zeigt, dass IT-Chefs mit hybriden Modellen aus Private und Public Cloud operieren. Sie arbeiten mit verschiedenen Dienstleistern zusammen und nutzen diverse Cloud-Lösungen.

Daher rücken jetzt Themen wie Orchestration, Brokerage und Management der Cloud in den Mittelpunkt. Wie ein Dirigent muss der CIO den Einsatz der Lösungen und Dienstleister steuern. Wie das funktioniert, zeigt den Webcast der Computerwoche. Der Webcast findet in englischer Sprache statt.

Mette Ahorlu, Research Director European Services bei IDC, beleuchtet das Themenfeld aus Sicht der Analystin. Aus Sicht des Praktikers spricht Matthias Popiolek von T-Systems International. Er ist auf Cloud Orchestration, Management & Brokerage spezialisiert und beschäftigt sich mit der konkreten Integration von SaaS, PaaS und IaaS auf einer flexiblen Management-Plattform. Detlef Korus von der Computerwoche moderiert den englischsprachigen Webcast.

Laut Ahorlu hat die Cloud-Diskussion heute einen Wendepunkt erreicht. Die Frage ist nicht mehr, ob man in die Cloud migriert, sondern, wie man die unterschiedlichen Services und Provider integriert. Spätestens jetzt ist klar, dass kein CIO ohne Strategie mehr auskommt. Ad-hoc-Aktivitäten führen zu keinem Ziel. Das Verharren zwischen einzelnen Insel-Lösungen auch nicht.

Dabei startet kein Unternehmen „auf der grünen Wiese“, wie Popiolek sagt. Konkret: eine erhebliche Menge an Legacys steigert die Komplexität der Multi-Cloud noch.

„Ask your peers!“

Sowohl die Analystin als auch der Praktiker beobachten, dass in vielen Unternehmen schlicht die Skills fehlen, die anstehenden Herausforderungen zu bewältigen. Für Ahorlu bietet sich an, auf die Fertigkeiten des Providers zurückzugreifen. Dabei zeigen sich manche IT-Entscheider unsicher bei der Wahl des Dienstleisters, so die IDC-Forscherin. Es gebe eine gewisse Angst vor Abhängigkeit. Ihr Tipp: an Referenzen und Portfolio des Providers orientieren – und sich in den Branchen-Netzwerken umhören („Ask your peers!“).

Umfrage zu CRM in der Cloud

Ein weiteres Ergebnis des Webcasts: Kostensenken bleibt ein wesentlicher Treiber für den Gang in die Wolke. Einer der Zuschauer will denn auch wissen, ob Cloud – längerfristig betrachtet – wirklich günstiger ist. Die Antwort liegt für Popiolek in den Zielen des Unternehmens. „Was wollen Sie erreichen?“, sagt er. Die großen Vorteile der Cloud wie Skalierbarkeit lassen sich aus seiner Sicht am Besten über eine einzige flexible Plattform managen.

Den Umgang mit verschiedenen Plattformen nennen die Webcast-Zuschauer in einer spontanen Umfrage denn auch als eine der größten Herausforderungen beim Managen und Orchestrieren der Multi-Cloud-Umgebung. Aber auch das Thema Sicherheit steht ganz oben auf der Liste der Antworten.

Letztlich wird das Management der Cloud die Rolle der IT noch einmal grundlegend verändern, so Analystin Ahorlu. Sie sieht hier eine Parallele zur Outsourcing-Welle vor etwa 15 Jahren. Damals wandelte sich die Perspektive von „Die IT-Abteilung tut etwas“ zu „Die IT-Abteilung managt etwas“. Und nach wie vor gilt: Der IT-Entscheider braucht die Rückendeckung der Firmenleitung.

Hier den Webcast ansehen