Web

US-Expansion

Der "Guardian" kauft PaidContent.org

Thomas Cloer war viele Jahre lang verantwortlich für die Nachrichten auf computerwoche.de.
Er sorgt außerdem ziemlich rund um die Uhr bei Twitter dafür, dass niemand Weltbewegendes verpasst, treibt sich auch sonst im Social Web herum (auch wieder bei Facebook) und bloggt auf teezeh.de. Apple-affin, bei Smartphones polymorph-pervers.
Der britische Zeitungsverlag Guardian News & Media hat die US-Firma ContentNext Media gekauft, die das populäre Medien-Blog "PaidContent.org" betreibt.

Guardian möchte mit dem Zukauf seine wachsende US-Präsenz weiter ausbauen. Finanzielle Details der Übernahme wurden nicht mitgeteilt. Die "Wall-Street-Journal"-nahe Website "AllThingsD.com" schätzt, dass der Kaufpreis bei Erreichung bestimmter Leistungsziele um die 30 Millionen Dollar betragen könnte.

Der britische Verlag hatte kürzlich bereits den "Guardian America" gestartet, schwerpunktmäßig der Nachrichten und Inhalte für die US-Leserschaft anbietet. Guardian, das die Zeitungen "Guardian" und "Observer" publiziert, lässt ContentNext weiter eigenständig agieren. PaidContent.org und seine regionalen Ableger verfolgen die Entwicklungen in den Branchen digitale Medien und Technologie.

Der PaidContent-Herausgeber Rafat Ali schreibt auf der Site, das Angebot von Guardian sei zu einem Zeitpunkt eingetroffen, als man gerade eine weitere Finanzierungsrunde geplant habe. Es habe dann eigentlich alles gepasst, insbesondere wolle der neue Eigentümer die "Essence of Being" von PaidContent.org unangetastet lassen.