Oracle CRM

On Demand im Kundenmanagement

Der Bedarf wächst

23.02.2011
Von Elke Senger-Wiechers
Immer mehr Unternehmen setzen auf die Cloud, wenn es um ihr Kundenbeziehungsmanagement geht. Besonders CRM-On-Demand-Lösungen boomen in den anglo-amerikanischen Ländern. Sie erweisen sich als derart schnell und einfach zu implementieren, dass sich Fachabteilungen bereits ohne Absprache mit der IT für eine Software entscheiden.

Für das Mietmodell als Software-as-a-Service (SaaS) im Customer Relationship Management (CRM) prognostizieren die US-Marktforscher von Gartner bis 2014 weltweit ein jährliches Umsatzwachstum von 12,9 Prozent auf über vier Milliarden US-Dollar (2,95 Milliarden Euro). CRM On Demand ist damit nach Content, Communications und Collaboration (CCC) die zweitgrößte Softwaresparte in der Wolke.

Deutsche Unternehmen noch skeptisch

In Deutschland setzt sich der Trend erst allmählich durch. Wie eine aktuelle Studie der Unternehmensberatung Deloitte zeigt, hegt die Mehrheit der befragten Unternehmen Vorbehalte gegenüber der Cloud. Über 50 Prozent fürchten, die Kontrolle oder ihre Daten zu verlieren, für nahezu die Hälfte sind offene Compliance- und Rechtsfragen die Hauptgründe, die gegen Cloud Computing sprechen.

eMagazin SPOT zum Thema CRM On Demand

Foto: Rika Beisenherz

In den anglo-amerikanischen Ländern ist CRM als Software as a Service in der Cloud schon auf einem guten Weg. Datenschutz und Sicherheit sind hingegen in Deutschland die Themen, die nicht wegzureden sind und zudem das Wachstum bremsen. Dennoch: In Hinsicht auf das Kundenbeziehungsmanagement sind inzwischen schon einige Unternehmen in großem Stile eingestiegen.

Gerade vor vier Jahren gestartet arbeiten beim Recyclingspezialisten Interseroh SE derzeit schon über 1000 Mitarbeiter mit CRM on demand. Mittelfristig, so ist der CRM-Experte von Oracle Elmar Neuwirth überzeugt, haben beide Modelle - on demand wie on premise - ihre Berechtigung.

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Fast ein Drittel hat mangelndes Vertrauen in die Leistungs- und Lieferfähigkeit der Anbieter. "Die Anwender haben Bedenken hinsichtlich Datenschutz, Vertrauen und Zuverlässigkeit", erklärt sich auch Wolfgang Martin die zurückhaltende Investitionsbereitschaft für On-Demand-Services. Erste Softwarehäuser bieten ihren Kunden daher neben der Datenspeicherung in der Public Cloud bereits ein Hosting in der Private Cloud an. Hier werden Management und Betrieb der Cloud innerhalb eines Unternehmens abgewickelt. Ebenso verlagert etwa das US-Softwareunternehmen Oracle sein erstes Rechenzentrum nach Europa, um das Vertrauen zu erhöhen und gleichzeitig dem europäischen Datenschutzrecht zu entsprechen.

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