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Hybride Cloud Umgebungen

Den One-Stop-Cloud-Shop wird es nicht geben

29.03.2016
Bisher gibt es keinen Cloud-Anbieter, der über ein so vollständiges Portfolio an Services und Lösungen verfügt, dass er sämtliche individuellen Anforderungen eines Unternehmens erfüllt – und den wird es nach Einschätzung der Analysten von Crisp Research auch in Zukunft nicht geben. Für die Anwender bedeutet das, dass sie sich aus den Angeboten mehrerer Provider bedienen müssen – es entstehen zwangsläufig Multi- und Hybrid Cloud Umgebungen.

Das Thema Multi-Cloud-Sourcing gewinnt auch in Deutschland an Bedeutung. Schon mehr als zwölf Prozent der mittelständischen Unternehmen in Deutschland beschäftigen sich heute mit dieser Deployment-Variante. In Zukunft planen 36 Prozent der mittelständischen IT-Entscheider mit Multi-Cloud-Architekturen.

"Dafür gibt es eine Reihe guter Gründe", sagt René Büst, Analyst bei Crisp Research. Einerseits sollte kein Unternehmen "alle seine Eier in ein Nest packen". Anderseits existiere der von den Anbietern oft proklamierte One-Stop-Cloud-Shop derzeit nicht - noch werde er es einen solchen in der Zukunft geben. "Ein vollständiger individueller Cloud-Stack besteht aus Services von mehr als einem Cloud-Anbieter", so Büst. Die Kernfrage, die sich dem Anwender stelle, sei deshalb, wie sich Multi-Cloud-Sourcing technisch lösen lasse.

Er vergleicht das Multi-Cloud-Szenario mit dem Lieferkettenmodell aus der Automobilindustrie: Ein Automobilhersteller setzt auf unterschiedliche, zum Teil redundante Lieferanten, die ihm einzelne Komponenten, Baugruppen oder fertige Systeme zuliefern. Am Ende fügt der Automobilhersteller die Just-in-time gelieferten Teile in seinen Montagewerken zusammen.

"Ein Multi-Cloud-Szenario adaptiert diese Idee der Automobilindustrie, indem mit mehr als einem Cloud-Anbieter - Cloud-Zulieferer - zusammengearbeitet wird, um am Ende alle Services aus dieser Cloud-Supply-Chain in die eigene Cloud-Applikation beziehungsweise Cloud-Umgebung zu integrieren", sagt der Analyst.

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Dabei biete eine Multi-Cloud-Umgebung über die passgenaue Verwendung einzelner Services hinaus noch eine Reihe weiterer Vorteile. So ließe sich damit im Zuge des Risikomanagements ein Vendor-Lock-in vermeiden, das unterschiedlich ausgeprägte Innovationspotenzial der verschiedenen Cloud-Provider besser ausnutzen sowie die unterschiedlichen Anforderungen von Compliance und rechtlichen Regelungen ebenso wie Performance-Kriterien mit unterschiedlichen Cloud-Anbietern eher realisieren, als mit nur einem einzigen Cloud-Partner.