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Deloitte Consulting heißt künftig Braxton

19.07.2002

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Das IT-Beratungsunternehmen Deloitte Consulting wird künftig unter dem Namen Braxton firmieren. Bei der Namenssuche wurden die Consultants im eigenen Haus fündig. Der nun wiederbelebte Markennamen gehört dem Anbieter bereits seit dem Jahr 1984. Damals wurden die internationalen Management-Consultants von Braxton Associates übernommen. Mit der neuen Firmenbezeichnung wollen die Verantwortlichen die immer wieder angemahnte Trennung von Wirtschaftsprüfung und Beratung unterstreichen. Eine klare Absage erteilten die Verantwortlichen jedoch einem Börsengang. Braxton bleibt demnach ein privat gehaltenes Unternehmen. Die Trennung von Wirtschaftsprüfung und Beratung ist damit zumindest gesellschaftsrechtlich fraglich.

Deloitte-Consulting-CEO Doug McCracken begründete den Verzicht auf den Börsengang folgendermaßen: "Wir sind das einzige große Consulting-Haus, das unabhängig und im Privatbesitz ist. Damit haben wir ein Alleinstellungsmerkmal." Das ist als Spitze gegen die Aktivitäten der Konkurrenten zu verstehen: Accenture (vormals Andersen Consulting) ist bereits seit letztem Jahr an der Börse gelistet und leidet unter fallendem Kurs. KPMG Consulting USA ist seit letztem Februar ein öffentlich notiertes Unternehmen und befindet sich noch auf Namenssuche. Schließlich ist seit Mitte Juni geklärt, dass PWC Consulting künftig unter der Bezeichnung Monday den IPO anstrebt. Dabei wird die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PWC sämtlich Anteile am Beratungshaus abstoßen, um dem Verdacht eines Interessenkonflikts vorzubeugen. Die US-Börsenaufsicht SEC hätte gegen eine Beteiligung von bis zu 20 Prozent nichts einzuwenden. (jh)