Schnäppchen in Taiwan

Dells Preismacken im Webshop weiten sich aus

Alexander Freimark wechselte 2009 von der Redaktion der Computerwoche in die Freiberuflichkeit. Er schreibt für Medien und Unternehmen, sein Auftragsschwerpunkt liegt im Corporate Publishing. Dabei stehen technologische Innovationen im Fokus, aber auch der Wandel von Organisationen, Märkten und Menschen.
Neulich bot Dell in Taiwan einen Monitor für umgerechnet 15 Dollar an. Doch das Problem der falschen Preisangaben im Online-Shop der Texaner ist größer.

Der texanische Computerbauer Dell hat offenbar größere Probleme mit der Preisauszeichnung in seinem taiwanischen Webshop. Vergangene Woche war bekannt geworden, dass der Konzern einen PC-Monitor (19 Zoll) für umgerechnet 15 Dollar offeriert hatte. 26.000 Kunden bestellten etwa 140.000 Geräte. Nun schlug der Fehlerteufel erneut zu: Am Wochenende bot Dell dann PCs für den Bruchteil der üblichen Preise an. So konnte das Notebook "Dell Latitude E4300" am Sonntag acht Stunden lang für rund 563 Dollar bestellt werden, ein Viertel des normalen Preises. Mehr als 40.000 Geräte wurden geordert.

Am frühen Montag gab es sehr günstige Desktops auf der Website, doch führte deren Bestellung zu einer Fehlermeldung. Die kostenlose Hotline-Nummer ging ebenfalls nicht, berichtet der "IDG News Service". Derweil diskutierten enttäuschte Kunden in Internet-Foren über 20-Zoll-Monitore, die vergangene Woche für etwa 30 Dollar angeboten worden waren. Dell hat angeblich alle Bestellungen widerrufen und den betroffenen Schnäppchenjägern Gutscheine im Wert zwischen 30 und 100 Dollar angeboten. Taiwanische Verbraucherschützer hatte Dell vorige Woche aufgefordert, die Transaktionen ungeachtet des Fehlers abzuwickeln.