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Dell will in Europa stärker zulegen

16.09.1999
Keine Akquisitionen in Sicht

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Im Rahmen einer Europareise, deren Anlaß unter anderem die Unterzeichnung eines 80-Millionen-Dollar-Vertrags mit der britischen Bank Barclays Plc. war, hat Michael Dell, Gründer und CEO des gleichnamigen IT-Direktanbieters, Stellung zum vergleichsweise mäßigen Erfolg seines Unternehmens in Europa bezogen. Laut Dell geben US-Unternehmen fast doppelt so viel für IT aus wie ihre Pendants auf dem Alten Kontinent, nämlich rund 3,5 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP). Allerdings ist aus Sicht des Unternehmers Besserung in Sicht: "Auch wenn der Unterschied derzeit noch dramatisch ausfällt: Immer mehr Firmen erkennen die Bedeutung der Informationstechnik."

Obwohl Dell in der vergangenen Woche mit dem Network-Storage-Spezialisten Convergenet zum erstenmal in der 15jährigen Geschichte des Unternehmens eine andere Company gekauft hatte, seien fürs erste keine weiteren Akquisitionen geplant, so Dell. Er sei weiterhin der Ansicht, daß Kosten und Probleme bei der Fusion zweier Firmen zu groß seien.