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Dell verkauft jetzt auch indirekt - ein bisschen

29.11.2005
Dell Computer hat im dritten Quartal begonnen, zwei Rechnerfamilien über die US-amerikanische Niedrigpreis-Handelskette Costco Wholesale Corp. zu verkaufen. Damit weicht das Unternehmen aus Round Rock, Texas, von seinem Direktvertriebsmodell ab.

Bei den beiden Modelllinien - dem Desktopsystem "Dimension 4700" und dem Notebook "Inspirion 2200" - handelt es sich um angejahrte Produktfamilien. Beide Gerätereihen sollen zum Preis von 899 Dollar über die Ladentheken von Costco gehen. Costco vertreibt die beiden Modelle auch über seine Website.

Schon früher konnten Interessenten bestimmte Dell-Rechner über die Costco-Homepage erwerben. Neu ist allerdings, dass die Maschinen jetzt auch "klassisch" im Laden zu haben sind. Mike Maher, ein Firmensprecher bei Dell, bestätigte die Informationen.

Bislang hatte sich Dell strikt gegen indirekte Vertriebsmodelle gewandt. Seit zwei Quartalen aber erfüllen die Texaner die selbst gesetzten Ziele im US-Privatkundensegment nicht mehr. Toni DuBoise, Analyst bei Current Analysis, geht nicht davon aus, dass der Costco-Deal Dells Einstieg in die indirekte Vermarktung seiner Produkte bedeutet. "Dell kann aber den Wiederverkaufskanal benutzen, um insbesondere ältere Produktlinien noch an den Mann zu bringen." (jm)