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Dell und IBM gehen getrennte Wege

12.02.2003

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der Computerbauer Dell hat Presseberichten zufolge einen 16 Milliarden Dollar schweren Zuliefervertrag mit IBM vorzeitig gekündigt und ein Serviceabkommen über sechs Milliarden Dollar weitgehend eingeschränkt. Beide Vereinbarungen haben eine Laufzeit von sieben Jahren und wurden Ende der 90er Jahre abgeschlossen. Der Direktvermarkter begründete die Beendigung des Abnahmevertrags damit, dass Big Blue inzwischen viele der Komponenten, primär Festplatten und Flachbildschirme, nicht mehr selbst herstelle. So hatte der Armonker IT-Konzern im Dezember vergangenen Jahres sein defizitäres Festplattengeschäft für zwei Milliarden Dollar an Hitachi verkauft (Computerwoche online berichtete).

Was die Serviceleistungen anbelange, so Dell, biete man zwar die Installation und Garantieleistungen für Desktop-PCs, Notebooks und andere Geräte durch IBM Global Services an, greife allerdings nur auf ausdrücklichen Wunsch des Kunden auf IBM zurück. Das Kostenbewusstsein der Käufer sei in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen, erklärte die Company lakonisch. Neben IBM arbeitet der texanische Konzern mit einer Reihe anderer IT-Dienstleister zusammen, darunter EDS und Unisys. (mb)