"Wall Street Journal"

Dell-Übernahme steht kurz bevor

05.02.2013
Die erwartete Übernahme des weltweit drittgrößten Computerbauers Dell ist nach einem Zeitungsbericht so gut wie in trockenen Tüchern.
Gründer Michael Dell könnte eine privat gehaltene Dell radikaler umbauen.
Gründer Michael Dell könnte eine privat gehaltene Dell radikaler umbauen.
Foto: Dell

Das Geschäft werde rund 23 Milliarden Dollar schwer, berichtete das "Wall Street Journal" am Montag unter Berufung auf mit der Sache vertraute Personen. Das Unternehmen selbst äußerte sich nicht. US-Medienberichten zufolge will Firmengründer und Chef Michael Dell sein Unternehmen zurückkaufen und von der Börse nehmen. Hintergrund ist der schrumpfende PC-Markt. Ohne Rücksicht auf die Befindlichkeiten der anderen Aktionäre könnte Michael Dell den Konzern radikaler umbauen. Bei den boomenden Smartphones und Tablet-Computern ist Dell schwach aufgestellt.

Unklar war bislang die Finanzierung. Dem "Wall Street Journal" zufolge dürfte Michael Dell seinen 16-Prozent-Anteil am Konzern im Wert von 3,7 Milliarden Dollar in die Übernahme einbringen. Weitere 700 Millionen kämen von einer Investmentfirma, die Dell kontrolliere. Der Software-Konzern Microsoft steuere 2 Milliarden Dollar bei und der Finanzinvestor Silver Lake Partners 1 Milliarde Dollar. Der Rest des Geldes käme von Banken in Form von Krediten. (dpa/tc)