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Dell stampft seinen WebPC ein

10.07.2000

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der kleine blaue "WebPC" war offensichtlich nicht der Renner - darum stellte Dell Computer den Verkauf seines Schuhkarton-großen PCs klammheimlich ein. Seit Juni kann der erst im November letzten Jahres in den US-Markt eingeführte Rechner nicht mehr über die Firmen-Website erworben werden. Dell-Verantwortliche erklärten jedoch, dass einige der WebPC-Technologien in andere Produkte eingehen werden. Dazu gehören vor allem der "E-Support"-Knopf, mit dem Dell-Kunden via Tastendruck direkt mit dem Support-Center des Herstellers Kontakt aufnehmen können. Künftig soll diese Funktion auch in Server und Notebooks von Dell eingebaut werden. Farbige Computerkabel werden auch künftig das Anschließen des Rechners für die Anwender erleichtern.

Das Ende des WebPC deutet darauf hin, dass sich die erhoffte Farb- und Stilrevolution im PC-Markt nicht eingestellt hat. Zwar konnte Apple Computer mit seinen farbigen "iMacs" große Erfolge erzielen, andere Hersteller taten sich jedoch schwer, auf diesen Zug aufzuspringen. So musste auch Gateway den Verkauf seines neuartigen Computers "Profile 1" einstellen. Die Werbung für die ähnlichen Modelle "Profile 2" und "Astro" fuhr der Hersteller deutlich zurück. Nun bleibt abzuwarten, wie sich die neuen farbenfrohen Exemplare von Hewlett-Packard, Compaq Computer und IBM auf dem Markt behaupten.