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Netzwerk-Betriebssystem

Dell Networking OS10: Beliebige Komponenten flexibel im Netzwerk einsetzen

Thomas Fischer schreibt seit über 20 Jahren für unterschiedliche namhafte PC-Zeitschriften über IT-Themen sowie Business-Software, war beteiligt an der Entwicklung von Konzepten neuer IT-Magazine und arbeite mehrere Jahre in einem Verlag im Bereich Corporate Publishing. Sein Slogan ist: Technik einfach erklärt..
Dell hat sein Netzwerk-Betriebssystem aktualisiert und die neue Version Dell Networking OS10 auf Basis von Linux um eine Reihe nützlicher Funktionen erweitert, die den Einsatz flexibler gestalten. Davon profitieren vor allem große, leistungsfähige Rechenzentren mit Cloud-Strukturen.

Im Januar 2016 hat Dell in den USA sein aktualisiertes Dell Networking Operating System in der Version 10 - kurz Dell Networking OS10 - vorgestellt. Das Basismodul von Dell Networking OS10 wird im März 2016 in Deutschland verfügbar sein. Die von Dell entwickelten Applikationsmodule werden im weiteren Jahresverlauf in den Betatest gehen.

Linux als kostenlose Basis-Applikation

Dell Networking OS10 besteht aus mehreren Modulen. Dabei ist das Basismodul eine originale und unveränderte Linux-Version, die Dell seinen Kunden kostenfrei zur Verfügung stellt. In Server-Umgebungen ist Linux als Betriebssystem weit verbreitet. Es verwaltet zuverlässig und effizient Server-, Netzwerk- und Speicherkapazitäten. All diese Vorteile kommen dem Basismodul von OS10 in Form einer einfachen Programmierung sowie einer hervorragenden Flexibilität bei den darüber liegenden Application-Layern zugute. Zudem ist das Dell Networking OS10 zum Open Compute Project "Switch Abstraction Interface" (SAI) kompatibel und stellt eine einheitliche Sprache zwischen Netzwerkbetriebssystemen (NOS) unterschiedlicher Hersteller und Hardware (Switches) bereit. Der Kunde profitiert damit von einer flexiblen und offenen Schnittstellen-Applikation, die unterschiedliche Architekturen verschiedener Hersteller miteinander verbindet.

Dell Networking OS10 basiert auf Linux und eignet sich dank seiner Flexibilität ideal für softwaredefinierte Rechenzentren.
Dell Networking OS10 basiert auf Linux und eignet sich dank seiner Flexibilität ideal für softwaredefinierte Rechenzentren.
Foto: Dell

Dell stellt für sein OS10 weitere Applikationsmodule bereit, die jeweils über dem OS10-Basismodul angesiedelt sind. Diese sind kostenpflichtig. Sie beherrschen und unterstützen alle von Dell-Netzwerksystemen bekannten Funktionen. Außerdem lassen sich damit Anwendungen von Drittherstellern einsetzen. Darunter auch native Linux- sowie Open-Source-Anwendungen, um IP-Dienste, Security-Services oder auch andere Tools für Services zur Verwaltung und Automatisierung zu nutzen.

Hersteller und Kunden profitieren

Zugleich profitieren die Hersteller der Netzwerk-Hard- und Software von Dell Networking OS10. Anstatt sich wie bisher beispielsweise auf eine bestimmte Hardware zu fixieren, können diese auf andere Bauelemente unterschiedlicher Hersteller zurückgreifen. Das setzt sich fort bei den Herstellern der Netzwerk-Software: Für sie ergibt sich der Vorteil, nicht mehr für jeden Hardware-Hersteller eine speziell auf dessen Technik zugeschnittene Software programmieren zu müssen. Waren Soft- und Hardware zuvor eng miteinander verflochten, so ist jetzt mit Dell Networking OS10 aufgrund der Trennung beider Komponenten eine flexiblere Netzwerkstruktur einsetzbar, die sich zudem wesentlich komfortabler administrieren lässt.

Tom Burns, Vice President and General Manager Dell Networking and Enterprise Infrastructure, sagte dazu auf einer Veranstaltung zur Präsentation von Dell Networking OS10 am 20. Januar 2016 in San Francisco: "Moderne softwaredefinierte Rechenzentren benötigen einen neuen Ansatz für den Betrieb - nicht nur der Netzwerk-, sondern auch der Server- und Speicherkomponenten. Mit OS10 erhalten unsere Kunden ein zukunftsfähiges Fundament für eine schnelle, konsistente und grundlegende Modernisierung ihrer Netzwerk- und Rechenzentrumsinfrastrukturen, das ihnen eine höhere Effizienz und Skalierbarkeit bietet."

Fazit

Dells OS10 nutzt als Grundlage ein unverändertes Linux-Betriebssystem. Davon profitieren vor allem Rechenzentren, die ihre Storage-, Server- und Netzwerkstrukturen zusammen mit allen ihren Anwendungen nicht länger in Silos getrennt halten, sondern effizienter über eine Einheit verwalten und steuern möchten. Die Vorteile kommen aber auch der DevOps-Community zugute und vereinfachen die Zusammenarbeit der Software-Entwickler und Administratoren als Anwender dieser Software. Sie erhalten mit Dell Networking OS10 eine konsistente und gemeinsame Entwicklungsumgebung für sämtliche Komponenten des Rechenzentrums wie Server, Speicher und Netzwerk. Zudem bietet Dell seinen Kunden als Service die Rechenzentrumsbereitstellung inklusive der Implementierung und optimalen Integration aller Netzwerkkomponenten ebenso wie den nachgelagerten Pro Support.

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