Falsche Preisauszeichnung

Dell muss LCD-Monitor für 15 Dollar verkaufen

Alexander Freimark wechselte 2009 von der Redaktion der Computerwoche in die Freiberuflichkeit. Er schreibt für Medien und Unternehmen, sein Auftragsschwerpunkt liegt im Corporate Publishing. Dabei stehen technologische Innovationen im Fokus, aber auch der Wandel von Organisationen, Märkten und Menschen.
In seinem Online-Shop in Taiwan hatte Dell für ein paar Stunden einen Monitor falsch ausgezeichnet. Verbraucherschützer fordern, dass der Konzern die Bestellungen abwickelt.

Taiwans Amt für den Verbraucherschutz hat Dell dazu aufgefordert, alle Kunden zu beliefern, die einen Monitor zum Preis von umgerechnet 15 Dollar bestellt hatten. Es handelt sich um einen 19-Zöller, der regulär 228 Dollar gekostet hatte. Im Zuge einer Preissenkung - geplant war ein Endpreis von knapp 150 Dollar - unterlief den Mitarbeitern ein Fehler. In der Nacht vom 25. auf den 26. Juni wurde das Gerät für 15 Dollar angeboten, 26.000 Kunden griffen innerhalb von acht Stunden zu. Sie bestellten insgesamt knapp 140.000 Monitore.

Die Verbraucherschützer riefen die Texaner dazu auf, allen Kunden zumindest einen Monitor für 15 Dollar zu verkaufen. Darüber hinaus gehende Bestellmengen sollten mit einem angemessenen Rabatt auf den regulären Preis abgewickelt werden. Wenn sich Dell der Aufforderung widersetzt, kann die taiwanische Regierung rechtliche Schritte einleiten. Derzeit verhandeln die Regierung und Dell über die Beilegung des Streits.