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Dell kürzt Garantiezeit und versucht sich als Switch-Anbieter

19.07.2001

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Als neues Mittel im Preiskampf auf dem stagnierenden PC-Sektor hat der Computer-Reseller Dell die Verkürzung der Garantiezeit von drei auf ein Jahr entdeckt. Betroffen sind Desktop-Rechnern der "Dimension"-Reihe sowie "Inspiron"-Notebooks. PCs, die für den Einsatz in Unternehmen vorgesehen sind, bleiben verschont. Die Kunden haben allerdings die Option, die Garantiezeit gegen Aufpreis zu verlängern.

In Großbritannien läuft Dells Sparprogramm seit Anfang Juli, der Rest Europas soll laut Pierre Vigna, Managing Director für Dells Dimension-Reihe in Europa, Anfang August folgen. Ein Blick über den großen Deich zeigt, was auf Dell-Kunden zukommt: In den USA berechnet das Unternehmen für ein weiteres Jahr Garantie 69 Dollar, 119 Dollar sind fällig, um die ursprüngliche Gewährleistungspanne zu erhalten. Der Service beinhaltet Telefon-Support und Vor-Ort-Reparatur. Andererseits gewährt Dell 20 Dollar Preisnachlass auf den Rechner, wenn der Käufer bereit ist, das defekte Gerät zur Reparatur einzusenden und zwei bis drei Wochen zu warten.

Außerdem plant Dell, ab Oktober preisgünstige Switches für kleine und mittelständische Unternehmen unter eigenem Namen anzubieten. Die 16- und 24-Port-Switches der Reihe "Powerconnect" stammen vom taiwanischen Hersteller Delta Electronics und sollen zunächst nur in den USA erhältlich sein. Bei Erfolg will Dell die Geräte ab nächstem Jahr auch in Europa vermarkten und die Produktreihe erweitern. Auf ähnliche Weise hatten die Texaner 1998 auf dem Speichermarkt Fuß gefasst.

Parallel dazu will Dell weiterhin als Reseller Switches von 3Com, Foundry Networks und Netgear verkaufen.