Flüsterleises Netbook

Dell Inspiron Mini 1018 im Test

Thomas Rau ist Ressortleiter Hardware bei der PC-WELT. Sein Spezialgebiet sind Notebooks: Seit 1998 testet er Business- und Consumer-Laptops sowie andere mobile Geräte für unsere Schwesterpublikation. Zu seinen Themenbereichen gehören außerdem WLAN und Netzwerke.
Das Dell Inspiron Mini 1018 ist eigentlich ein ganz normales Netbook. Im Test fielen aber Details auf, die es von anderen Mini-Notebooks unterscheiden.
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Im Dell Inspiron Mini 1018 sitzt der Atom-Prozessor N455: Er arbeitet mit 1,66 GHz und unterstützt im Gegensatz zum Kollegen N450 mit derselben Taktrate sparsameren DDR3-Speicher. Den hat Dell auch eingebaut, aber wie üblich bei Netbooks mit Windows 7 Starter ist der Arbeitsspeicher nur 1 GB groß. Das Gehäuse lässt kein Knarzen und Quietschen hören, auch wenn man es fester anpackt. Das Testgerät kam in einem schwarzen, glanzlackiertem Gehäuse. Dell verkauft das Inspiron Mini 1018 gegen 29 Euro Aufpreis auch in Rosa oder Rot.

Der Bildschirm des Mini 1018 ist nicht ganz hinten am Gehäuse angebracht, sondern zwei Zentimeter davor. Dadurch sitzt er näher am Nutzer, lässt sich aber nicht sehr weit öffnen. Je nach Sitzposition und Körpergröße kann man den Bildschirm daher eventuell nicht in einem idealen Einblickwinkel einstellen.

Akkulaufzeit
Das Dell Inspiron Mini 1018 holte viel aus dem 6-Zellen-Akku mit 48 Wattstunden heraus: Im WLAN-Test lief es fast 8,5 Stunden und verbrauchte dabei weniger als sechs Watt. Bei der Video-Wiedergabe kam es auf 4:40 Stunden Laufzeit. Das Netzteil ist mit 200 Gramm angenehm leicht, das Netbook selbst zählt mit 1340 Gramm aber nicht zu den absoluten Federgewichten.

Bildschirm
Der Bildschirm des Dell Inspiron Mini 1018 hat eine glänzende Oberfläche, in der sich das Umgebungslicht spiegelt. Allerdings ist er sehr hell und kann deshalb die Reflexionen teilweise überstrahlen: In einem normal beleuchteten Zimmer oder draußen im Schatten kann man den Bildschirm daher recht gut ablesen.

Ausstattung
Das Dell Inspiron Mini 1018 besitzt nur zwei USB-Anschlüsse, und die sitzen nicht an der gleichen Gehäuseseite. Externe Festplatten oder Brenner, die ein Y-Kabel zum Start benötigen, bekommt man deshalb nicht zum Laufen. Bluetooth ist nicht an Bord und auch ein Audioeingang fehlt. Ansonsten bietet das Dell-Netbook die typische Netbook-Ausstattung. Der Desktop ist angenehm aufgeräumt, weil Verknüpfungen in einer Programmleiste, dem Dell Dock, gesammelt sind. Es ist aber außer Microsoft Office 2010 Starter auch nicht viel Software installiert. Das vermeintliche Update-Tool Dell Support Center lädt keine Treiber herunter, sondern verweist nur auf die Treiber-Webseite für das Mini 1018. Außerdem benötigte es auf dem Testgerät sehr lange, bis es komplett eingerichtet war. Immerhin werden Sie beim vorinstallierten Virenschutzprogramm McAfee Security Center 15 Monate lang mit Updates versorgt.

Tastatur
Die Tastatur ist stabil eingebaut, nur ganz links gibt sie beim Tippen etwas nach. Die Funktionstasten lösen standardmäßig eine Sonderfunktion aus, zum Beispiel erhöhen und reduzieren Sie auf diese Weise die Bildschirmhelligkeit. Die üblichen F1-, F2-, usw. Funktionen bekommt man nur, wenn man gleichzeitig die Fn-Taste drückt.

Betriebgeräusch
Das Dell Inspiron Mini 1018 arbeitet extrem leise, weil Dell auf einen Lüfter verzichtet. Daher muss das Netbook die Abwärme übers Gehäuse abgeben, das sich im Dauereinsatz spürbar erwärmt: Wir maßen über 41 Grad an der heißesten Stelle.

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