Kace 3000

Dell bringt MDM-Appliance für iOS und Android

Manfred Bremmer
Manfred Bremmer beschäftigt sich mit (fast) allem, was in die Bereiche Mobile Computing und Communications hineinfällt. Bevorzugt nimmt er dabei mobile Lösungen, Betriebssysteme, Apps und Endgeräte unter die Lupe und überprüft sie auf ihre Business-Tauglichkeit. Bremmer interessiert sich für Gadgets aller Art und testet diese auch.
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Dell hat seine Kace-Reihe von Systems-Management-Konsolen um ein Modell für Tablets und Smartphones erweitert. Die nun angekündigte Appliance Kace K3000 soll es IT-Verantwortlichen ermöglichen, unternehmenseigene wie auch private Mobilgeräte zu verwalten und abzusichern.
Die zunehmende Zahl von Smartphones und Tablets fordert die IT-Abteilung.
Die zunehmende Zahl von Smartphones und Tablets fordert die IT-Abteilung.
Foto: Fotolia/Kurhan

Der zunehmende Einsatz mobiler Endgeräte in Unternehmen bringt nicht nur IT-Abteilungen ins Schwitzen, auch die Hersteller müssen Wege finden, um das Thema in ihrem Portfolio aufzugreifen und zu unterstützen. So hat Dell zwar mit den Kace-Appliances (und insbesondere den Produkten K1000 und K2000) Lösungen für die zentrale Verwaltung von IT-Arbeitsplätzen einschließlich Softwareverteilung, Betriebssystem-Installation und Wiederherstellung auf dem Markt. Abgesehen von Notebooks und Tablets mit Windows-Betriebssystem wurde dabei die mobile Komponente aber nicht berücksichtigt.

Diese Lücke soll nun die Mobile-Management-Konsole K3000 schließen. Die Appliance lässt sich alleine oder als Erweiterung für Kace 1000 nutzen. In letztem Fall, so Dell, stehe den Unternehmen ein leicht bedienbares und leistungsfähiges Komplettsystem zur Verfügung, mit dem sich sämtliche Endpunkte von Desktops und Laptops über Server bis zu Mobilgeräten überwachen und nachverfolgen lassen. So lassen sich mit K3000 neue Business-Handys und –Tablets konfigurieren, verschiedenste Applikationen darauf verteilen und über installierte Agenten überwachen, sowie Richtlinien in Form einer Security-Policy an die Geräte übermitteln und durchsetzen. Verlässt der Nutzer das Unternehmen, können die Devices remote zurückgesetzt und sensible Daten entfernt werden.

Mit der neuen Appliance Kace K3000 lassen sich mobile Endgeräte verwalten.
Mit der neuen Appliance Kace K3000 lassen sich mobile Endgeräte verwalten.
Foto: Dell

Im ByoD-Umfeld sind die Funktionen - wie immer - etwas eingeschränkt, da sich auch private Daten auf den Geräten befinden. Hier kann die Dell-Lösung aber per Push Notification eine Warnung schicken, wenn die User-Policy verletzt wurde. Außerdem können die mobilen Nutzer über ein Self-Service-Portal ihre Daten einsehen, freigegebene Anwendungen installieren und die Einstellungen auf ihren Geräten verwalten.

K3000 unterstützt laut Dell aktuelle Apple iPhones und iPads (iOS 4, 5 und 6) sowie Android-Smartphones und -Tablets ab Version 2.2. Für die Verwaltung der Android-Geräte nutzt die Dell-Lösung den Push-Service „Google Cloud Messaging for Android“ (GCM), bei iOS wird der "Apple Push Notification Service" (APNS) eingesetzt.

Laut Dell wird K3000 im Januar 2013 zunächst an Anwender der Dell-KACE-System-Management-Lösungen ausgeliefert. Voraussichtlich im Frühjahr 2013 ist die neue Anwendung allgemein verfügbar. Preise wurden noch keine genannt.

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bugfrisch
es geht bei MDMs doch auch um die unabhängigkeit und vertrauen...da ist ein google account nicht immer von vorteil. auch wenn gerade unternehmensdaten sicher und intern bleiben sollen. da haben auch kleinere anbieter scheinbar bessere lösungen. siehe z.b. mwaysolutions

MBremmer
Naja, GCM wird meines Wissens in den meisten MDM-Systemen genutzt - AirWatch nutzt etwas Eigenes, aber ob das so sinnvoll ist...

Alexander Müller
Die Verwendung des "Google Clound Messaging for Android" erfordert einen aktiven Google-Account. Dell verlangt also von den Mitarbeitern, dass Sie entweder eine Android-Version > 4.0.4 oder einen Google-Account haben. Das scheint mir auf den ersten Blick fragwürdig: (http://developer.android.com/google/gcm/gcm.html) "It uses an existing connection for Google services. For pre-3.0 devices, this requires users to set up their Google account on their mobile devices. A Google account is not a requirement on devices running Android 4.0.4 or higher."

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