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Dell bringt Drucker unter eigenem Label

25.03.2003

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der Computerhersteller Dell bietet neben Rechnern künftig auch Drucker unter seinem Markennamen an. Der Hersteller nimmt zunächst vier Modelle ins Programm. Für knapp 140 Dollar gibt es das Kombigerät "A940", das Drucker, Scanner und Kopierer vereint. Der Farbtintenstrahler bietet eine Auflösung von interpolierten 4800 x 1200 Pixel und gibt bis zu 17 Seiten pro Minute aus. Ein vergleichbares Gerät vom führenden Druckerhersteller Hewlett-Packard kostet 60 Dollar mehr, lässt sich jedoch zusätzlich als Faxgerät einsetzen.

Beim "P1500" handelt es sich um einen Laserdrucker, der für kleine Büros und Homeoffices gedacht ist. Zum Preis von knapp 290 Dollar gibt er 19 monochrome Seiten pro Minute in einer Druckauflösung von 600 x 600 Bildpunkten aus. Den Arbeitszyklus gibt Dell mit 15.000 Seiten pro Monat an.

Den Workgroup-Laserdrucker "S2500" bietet der Hersteller in einer Stand-alone-Version für rund 500 Dollar und in einer netzfähigen Variante für knapp 840 Dollar an. Das Gerät bewältigt im Schwarzweiss-Druck bis zu 22 Seiten pro Minute bei einer Auflösung von 600 x 600 dpi (dots per inch). Der Arbeitszyklus soll bei 50.000 Seiten pro Monat liegen. Alle Laserdrucker sind mit einer 200-Megahertz CPU ausgestattet und werden via USB mit dem Rechner verbunden. Die Workgroup-Geräte bietet zudem 32 Megabyte Zwischenspeicher, der sich auf 272 Megabyte erweitern lässt, und die Anbindungsmöglichkeit über die parallele Schnittstelle (die Netzvariante über Ethernet).

Der Füllstand der Laserkartuschen lässt sich nach Angaben des Herstellers mit Hilfe des Druckertreibers überprüfen. Ist die Kartusche nur noch zu einem Viertel voll, erinnert ein Mitteilungsfenster an die Nachbestellung und verbindet den Anwender auf Wunsch mit der Dell-Website. Für den R1500 kostet eine Standardkartusche, die 3000 Seiten schaffen soll, knapp 100 Dollar. Das Nachfüll-Set ist für 75 Dollar zu haben. Für den S2500 bietet Dell eine Kartusche an, die 5000 Seiten bewältigen soll und mit 130 Dollar zu Buche schlägt. Das Nachfüllpaket steht mit rund 100 Dollar in der Preisliste. Die Tintenpatronen für den A940 kosten rund 30 Dollar (schwarz) und 35 Dollar (farbig).

Bereits im September 2002 hat Hewlett-Packard seine Reseller-Partnerschaft aufgekündigt, nachdem Dell bekannt gegeben hatte, Drucker, Tintenpatronen und Toner-Kartuschen von Lexmark zu beziehen (Computerwoche online berichtete). Geräte mit Dell-Label sind in den USA ab Anfang April zu haben, Kunden in Deutschland müssen sich noch bis September gedulden. (lex)