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Defekte iPod-Batterien: Apple will zahlen

30.08.2005

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Um mehrere Sammelklagen beizulegen, will sich Apple finanziell daran beteiligen, die defekten Akkus in bis zu 1,3 Millionen iPod-Geräten auszutauschen. Dem Unternehmen aus Cupertino, Kalifornien, war vorgeworfen worden, dass es die Probleme mit den Akkus der ersten drei Generationen des Audioplayers verheimlicht habe. Apple hatte mit einer Laufzeit von mindestens zehn Stunden am Stück geworben und versprochen, dass die nicht austauschbare Batterie solange wie der iPod selbst funktionieren werde. Tatsächlich, so die Anschuldigung, ließ die Ladekapazität des iPod-Akkus aber bereits nach einiger Zeit dramatisch nach.

Im Rahmen der vom San Mateo Superior Court bestätigten Einigung haben Besitzer von iPods der ersten zwei iPod-Generationen Anspruch auf 25 Dollar in bar oder einen Gutschein über 50 Dollar in einem Apple Store. Falls sie den Player bei Apple in Reparatur gegeben hatten, muss der Macintosh-Hersteller die Hälfte der Kosten zurückerstatten. Besitzer eines iPods der dritten Generation, dessen Akku innerhalb der ersten zwei Jahre ausgefallen war, haben Anspruch auf eine kostenlosen Austausch oder einen 50-Dollar-Gutschein.

"Wenn Kunden 250 bis 500 Dollar für ein Gerät ausgeben, haben sie ein Recht zu erfahren, wie lange es hält", erklärte Steve Williams, Berater der Klägerseite. Nachdem Apple das Problem zunächst eine Weile ignoriert hatte, offeriert die Firma inzwischen gegen Aufpreis eine Garantieverlängerung, die auch einen Akkutausch einschließt. (mb)