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Debitel: Deutschland-Geschäft schwächelt

23.11.2001
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MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der Carrier Debitel hat seinen Gesamtumsatz und Gewinn in den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres zwar gesteigert, musste in seinem deutschen Kerngeschäft jedoch Einbußen hinnehmen. Der Umsatz war hierzulande mit 1,33 Milliarden Euro im Jahresvergleich um zwei Prozent rückläufig. Die Einnahmen aus dem Schlüsselbereich Mobilfunk sanken um drei Prozent auf 1,27 Milliarden Euro. Das Festnetzgeschäft generierte mit 33 Millionen Euro um acht Prozent weniger Umsatz als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Allein der Sektor Mobile Services legte um 48 Prozent auf 31 Millionen Euro zu. Im Auslandsgeschäft konnte Debitel seine Einnahmen um 14 Prozent auf 520 Millionen Euro steigern.

Der Gesamtumsatz des Stuttgarter Unternehmens wuchs um zwei Prozent auf 1,85 Milliarden Euro. Das Ergebnis vor Steuern und Zinsen (Ebit) verbesserte sich im Jahresvergleich um 51 Prozent auf 65 Millionen Euro. Unter dem Strich stand ein Nettogewinn von 38 Millionen Euro, was einer Steigerung von 36 Prozent gegenüber den ersten neun Monaten des Vorjahres entspricht. Das Debitel-Ergebnis profitierte von 18 Millionen Euro einmaliger Sondergewinne, die zum Teil aus Beteiligungsverkäufen stammten.

Die Kundenzahl des Unternehmen wuchs um 31 Prozent auf 9,7 Millionen. In Deutschland erhöhte sich die Teilnehmerzahl um 38 Prozent auf 7,4 Millionen.

Die Anleger reagierten erfreut auf die Nachrichten: Das Debitel-Papier, das am gestrigen Donnerstagmorgen um die 18,50 Euro gehandelt wurde, notierte zum Börsenschluss bei 20 Euro. (ka)