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DDR2-RAM mit 667 Megahertz Takt noch in diesem Jahr?

02.03.2004

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Obwohl Hersteller wie Samsung und Micron Technologies bereits seit Ende 2003 DDR2-RAM (Double Data Rate 2 Random Access Memory) produzieren (Computerwoche.de berichtete), ist der Nachfolger des DDR-SDRAM-Speichers (Double Data Rate Synchronous Dynamic Random Access Memory) noch in keinem Rechner zu finden. Der Grund liegt in der Inkompatibilität zum Standard der bislang verwendeten Speichermodule. Der Einsatz des neuen RAM bedarf neuer Hauptplatinen.

Einen großen Performance-Vorteil bietet DDR2-RAM in seiner zurzeit produzierten Form ohnehin nicht, sagte Mercury-Research-Analyst Dean McCarron. Der Grund liegt in der Taktrate des Speichers. Der liegt wie bei dem bislang in Hochleistungsrechnern am häufigsten verwendeten "PC3200"-Memory bei 400 Megahertz.

Das könnte sich allerdings schnell ändern. Infineon liefert bereits einen Laut Rocky Caldwell, Director of Technology Marketing bei Thomson, 533 Megahertz schnellen DDR2-Speicher. Bis Ende 2004 liegt laut McCarran der Systemtakt voraussichtlich bei 667 Megahertz. Mit dem "Grandale"-Chipsatz, den Intel für Mitte des Jahres angekündigt hat, kommen erste Hauptplatinen für DDR2 auf den Markt. Hersteller wie Via Technologies und Silicon Integrated Systems dürften ebenfalls kompatible Komponenten in der Entwicklung haben.

Während die bislang ausgelieferten DDR2-Module rund 15 Prozent teurer sind als SDRAM-Bauteile, werden sich die Preise im kommenden Jahr angleichen, glaubt McCarron.

Der von Herstellern wie Rambus, Toshiba und Elpida entwickelte Konkurrenzstandard XDR soll Taktfrequenzen von bis zu 3,2 Gigahertz erreichen. Er soll jedoch hauptsächlich in Chips für Unterhaltungselektronik zum Einsatz kommen. Für den PC-Markt werde die Technik erst 2006 oder 2007 reif sein, sagte Rich Warmke, Director of Product Marketing bei Rambus. (lex)