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Datenbankgeschäft hält Oracle auf Wachstumskurs

12.03.2004

Oracle hat im Ende Februar abgelaufenen dritten Geschäftsquartal 2003/04 Umsatz und Gewinn gesteigert. Wie der Softwarekonzern aus Redwood Shores, Kalifornien, bekannt gab, legte der Nettogewinn gegenüber dem Vorjahresquartal um elf Prozent auf 635 Millionen Dollar zu. Mit einem Plus von zwölf Cent pro Aktie entsprach der Datenbankriese damit der durchschnittlichen Erwartung der Analysten.

Die Einnahmen stiegen um neun Prozent auf 2,51 Milliarden Dollar. Den größten Beitrag dazu lieferten die Erlöse aus Software-Updates und –Support, die im Berichtsquartal um 17 Prozent auf knapp 1,2 Milliarden Dollar wuchsen. Der Umsatz mit Neulizenzen kletterte im Jahresvergleich um zwölf Prozent auf 847 Millionen Dollar. Oracle profitierte dabei von seinem Datenbankgeschäft. Getrieben durch die starke Nachfrage nach dem neuen Release "10g" mit Grid-Unterstützung stiegen die Lizenzerlöse um 16 Prozent auf 700 Millionen Dollar.

Die Softwareeinnahmen im Applikationsgeschäft lagen indes mit 140 Millionen Dollar nur auf Vorjahresniveau. CEO Larry Ellison begründete diesen Umstand mit dem "brutalen Wettbewerb" in dem Sektor. Dennoch gelinge es Oracle, gegenüber SAP und Peoplesoft an Boden zu gewinnen. Auch für den Umsatzrückgang im Servicegeschäft um elf Prozent auf 486 Millionen Dollar hatte Ellison eine einfache Erklärung parat: Der Einbruch sei die Konsequenz von Oracles Erfolg, die Installation und Anpassung seiner Produkte zu vereinfachen. Die Company entwickle sich damit aber in die richtige Richtung, da das Beratungs- und Servicegeschäft eine vergleichsweise niedrige Gewinnspanne aufweist. Das Update- und Wartungsgeschäft sei dagegen hochprofitabel und stelle den am schnellsten wachsenden Bereich von Oracle dar.

In Hinblick auf das 9,4 Milliarden schweren Übernahmeangebot an Peoplesoft erklärte Ellison, Oracle warte auf eine Entscheidung des Gerichts. Das US-Justizministerium sieht durch die Akquisition den Wettbewerb im Markt für Unternehmenssoftware gefährdet und will die Akquisition per Gerichtsbeschluss blockieren. Die Verhandlung soll am 7.Juni beginnen.

Peoplesoft sei jedoch nicht das einzige Objekt der Begierde, erklärte der Konzernchef: "Es gibt noch eine Reihe anderer Akquisitionen, die wir ins Auge fassen. Wir können mit unserem Geld eine Menge anfangen. (mb)