Facebook, WhatsApp, soziale Netze

Datenabzocker werden immer dreister

Jan-Bernd Meyer betreut als leitender Redakteur Sonderpublikationen und -projekte der COMPUTERWOCHE. Auch für die im Auftrag der Deutschen Messe AG publizierten "CeBIT News" ist Meyer zuständig. Inhaltlich betreut er darüber hinaus Hardware- und Green-IT- bzw. Nachhaltigkeitsthemen sowie alles was mit politischen Hintergründen in der ITK-Szene zu tun hat.   
Der Handel mit privaten Daten wird immer dreister. Gerade erst wieder gerieten die Betreiber sozialer Netze ins Blickfeld von Datenschützern.

In einer Sendung des Politmagazins "Monitor" auf ARD zeigten Experten des Instituts für Internet-Sicherheit der Fachhochschule Gelsenkirchen, wie lax Betreiber sozialer Netze mit den privaten Daten von Nutzern umgehen. Am Beispiel von Facebook wurde demonstriert, dass das größte soziale Netz der Welt mit 400 Millionen Benutzern weltweit und zehn Millionen Mitgliedern allein in Deutschland Passwort-Daten zu E-Mail-Diensten, Skype oder Instant-Messenger-Services unverschlüsselt übermittelt.

Monitor zitierte einen Internet-Surfer, der kein Mitglied von Facebook war. Von einem Freund habe er eine Einladung erhalten, dem sozialen Netz beizutreten. Mit der Einladung bekam er auch gleich Kontaktvorschläge zu Personen, die er tatsächlich kannte. Ein normaler Vorgang zwar bei Facebook. Was den Angeschriebenen allerdings sehr irritierte war, dass unter den Vorschlägen auch solche Bekannten waren, die er nur aus sehr sporadischem E-Mail-Verkehr kannte. Zu Recht fragte er sich, woher Facebook wusste, dass er - zudem nur sehr weitläufig - mit bestimmten Personen bekannt war.