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Daten-Phischer gehen britischen Ermittlern ins Netz

07.05.2004

Ermittler in England haben mehrere Personen unter dem dringenden Verdacht festgenom-men, Bankkontodaten von Computernutzern ausspioniert zu haben. Die Gruppe besteht aus sechs Männern und sechs Frauen, die aus Estland, Lettland Litauen, Russland und der Ukraine stammen.

Die britische National Hi-Tech Crime Unit (NHTCU) glaubt, dass sie mittels der als Phishing bekannten Technik versucht haben, an die sensiblen Informationen zu gelangen. Dabei erhalten die Opfer scheinbar seriöse E-Mails, in denen sie aufgefordert werden, ihre Kunden- oder Kontodaten online zu aktualisieren. Dazu sollen sie auf einen bestimmten Link klicken, der sie scheinbar zur jeweiligen Web-Seite bringt. Tatsächlich landen die Informationen jedoch auf von den Kriminellen betreuten Servern.

Im Zuge der Verhaftungen stellte die NHTCU Computer, Passwörter, Scheckbücher, Bank-karten und große Mengen an Kokain sicher, berichten englische Medien. Es wird vermutet, dass die Bande bereits mehrere Hunderttausend britische Pfund nach Russland geschafft hat. (ave)