Intralinks-Studie

Dateiaustausch über Unternehmensgrenzen oft riskant

Thomas Cloer war viele Jahre lang verantwortlich für die Nachrichten auf computerwoche.de.
Er sorgt außerdem ziemlich rund um die Uhr bei Twitter dafür, dass niemand Weltbewegendes verpasst, treibt sich auch sonst im Social Web herum (auch wieder bei Facebook) und bloggt auf teezeh.de. Apple-affin, bei Smartphones polymorph-pervers.
Innerhalb der eigenen Firewall haben viele Firmen längst sichere Möglichkeiten für den Dateiaustausch geschaffen. Unternehmensübergreifend sieht die Lage allerdings deutlich schlechter aus.

Hier werden oftmals selbst sensible Informationen per Email oder über nur endkundentaugliche Lösungen wie FTP oder Dropbox weitergegeben. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Umfrage unter mehr als 1000 IT-Entscheidern in sieben Ländern, darunter auch Deutschland, die Harris Interactive im Auftrag von Intralinks erhoben hat.

Wichtige Detailergebnisse der Intralinks-Studie für den deutschen Markt
Wichtige Detailergebnisse der Intralinks-Studie für den deutschen Markt
Foto: Intralinks

Im Schnitt immer noch 68 Prozent der insgesamt Befragten (in Deutschland sogar 85 Prozent) nutzen immer noch Email, um groß Dateien und sensible Informationen auszutauschen. Ironischerweise sind den Teilnehmern die Sicherheits- und Compliance-Probleme ihrer Filesharing-Hilfsmittel sehr wohl bewusst - 69 Prozent sehen Risiken in puncto Malware, 63 Prozent beim Diebstahl von Informationen.

Die meisten Firmen bieten ihren Mitarbeitern demnach offenbar noch keine standardisierten, sicheren Werkzeuge für den Dateiaustausch über Unternehmensgrenzen hinweg, schreibt Intralinks weiter. Dies sei besonders bedenklich angesichts der Tatsache, dass für viele Befragte (46 Prozent) gerade der Austausch wichtiger Geschäftsinformationen mit Partnern, Zulieferern und Beratern bereits eine Schlüsselrolle spielt, obwohl sie gleichzeitig Kontrollen aufgrund staatlicher (55 Prozent) und / oder Branchenregulierung (50) unterliegen.

Ganz uneigennützig hat Intralinks die Studie natürlich nicht in Auftrag gegeben. Das Unternehmen bietet seit rund 15 Jahren sichere Datenräume als SaaS-Lösung (Software-as-a-Service) an. Dabei war Intralinks lange auf den Spezialmarkt Finanzdienstleister mit Due Diligence bei Mergers & Acquisitions fokussiert. Seit einiger Zeit stellt sich die Firma aber breiter auf und öffnet ihre Plattform zunehmend auch für andere Industrien. Im Zuge dessen intensiviert sie auch ihr Marketing und etabliert einen indirekten Vertrieb, um mehr Kunden adressieren zu können.

Die sicheren Datenräume kann man bei Intralinks in verschieden umfangreichen Abonnements mieten. Der "Professional"-Plan ab zehn Nutzer kostet beispielsweise 40 Euro pro User im Monat und bietet eine Tauschmöglichkeit mit 250 Megabyte Speicherplatz. Ab 30 Usern gibt es einen "Team"-Account für 50 Euro pro Nutzer und Monat, bei dem pro Nutzer 1 Gigabyte Speicherplatz zur Verfügung steht (aggregiert) und weiterer gegen Aufpreis erhältlich ist. Ab 80 Nutzern im Unternehmen schließlich lohnt sich ein "Enterprise"-Abo mit 1 Terabyte Speicherplatz für 100 Euro pro Nutzer und Monat.