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Dataquest muss PDA-Marktzahlen revidieren

04.11.2002

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Gartners Marktforschungsabteilung Dataquest musste Ende vergangener Woche ihre Zahlen zum Handheld-Markt im dritten Quartal 2002 (Computerwoche online berichtete) revidieren. Grund waren korrigierte Angaben von HP, das zuvor aufgrund von falschen Tabellen irrtümlich 89.000 verkaufte Einheiten zu viel gemeldet hatte.

Die Folgen sind erheblich: Statt des ursprüglich gemeldeten Marktwachstums um 0,9 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum ergibt sich nun ein Rückgang um 2,4 Prozent. Und HP selbst liegt dann mit 11,5 Prozent Marktanteil hinter Palm (31,7 Prozent) und Sony (13,5 Prozent) nur noch auf Rang drei des weltweiten Marktes. Ein ähnliches Bild ergibt sich auch in den USA. Hier führt Palm mit 41,7 Prozent Marktanteil vor Sony (19,8 Prozent) und HP mit 9,7 Prozent Market Share.

Einen noch deutlicheren Einbruch des Marktes hat laut "Wall Street Journal" die Konkurrenz von IDC ermittelt. Deren aktueller Studie zufolge ging der PDA-Markt im dritten Quartal im Jahresvergleich um 5,8 Prozent und gegenüber dem zweiten Quartal 2002 um 6,9 Prozent zurück. IDC zufolge wurden im dritten Quartal weltweit 2,44 Millionen Taschencomputer verkauft nach 2,59 Millionen im Vorjahreszeitraum.

Mit 824.000 verkauften Einheiten und 33,8 Prozent Marktanteil sehen die Auguren aus Framingham, Massachusetts, Palm auf Platz eins des Hersteller-Rankings. Dahinter folgen Sony mit 350.000 Stück und 14,4 Prozent Market Share und HP mit 290.000 verkauften Geräten und 11,9 Prozent Markanteil. Während Palm und vor allem Sony bei den Stückzahlen deutlich zulegen konnten, gingen HPs verkaufte Stückzahlen merklich zurück. Die Top Five der Anbieter komplettieren bei der IDC Toshiba (4,3 Prozent Marktanteil) und Casio (4,1 Prozent Marktanteil). (tc)