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Dataquest: Linux drängt in den Server-Markt

20.07.1999

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - In einer aktuellen Studie geht das zur Gartner Group gehörende Marktforschungsinstitut Dataquest davon aus, daß in vier Jahren ein Viertel vom Umsatz mit "Server-Appliance"-Geräten (abgespeckte, für einen bestimmten Verwendungszweck konzipierte Server) mit Systemen erwirtschaftet wird, die unter dem quelloffenen Unix Linux laufen. Die Auguren prophezeien Linux-Geräten im Jahr 2003 einen Umsatz von 3,8 Milliarden Dollar oder 24 Prozent des gesamten Markts. Nach Stückzahlen entspräche dies 1,1 Millionen Einheiten oder einem Marktanteil von 14 Prozent. "Linux wird zu einem verläßlichen und beliebten Betriebssystem für Server-Appliance-Anbieter", erklärt Kimball Brown, Dataquests Chefanalyst für Emerging Server Technologies.

Im traditionellen Server-Markt erwartet Dataquest allerdings eine weit niedrigere Linux-Penetration. Bis zum Jahr 2003 soll mit Open-Source-Systemen ein Umsatz von 1,9 Milliarden Dollar anfallen, das entspricht gerade vier Prozent vom Gesamtmarkt. Nach Stückzahlen prophezeien die Experten allerdings mit 8,1 Prozent oder 450 000 verkauften Maschinen einen höheren Marktanteil.