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Dataquest: Intel-Server hui, RISC/Unix pfui

12.11.2002

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Dataquest hat Zahlen zum Intel- sowie RISC/Unix-Server-Markt im dritten Quartal 2002 veröffentlicht. Diese zeigen das erwartete Bild: In Zeiten noch immer anhaltender Investitionszurückhaltung verkaufen sich die preiswerteren Intel-basierten Maschinen besser, während RISC-Systeme mit meist kommerziellen Unixen gegenwärtig im Abwärtstrend liegen. Es wurden nach Zählung der Gartner-Marktforscher im abgeschlossenen Vierteljahr 14 Prozent mehr Intel-Maschinen verkauft als vor Jahresfrist (ins Q3/2001 fielen allerding auch die Attentate vom 11. September) und zwei Prozent mehr als im Vorquartal. Bei den RISC-Maschinen fiel der Absatz von 53.956 Einheiten im zweiten Quartal auf aktuell nur noch 46.180 Stück.

Das Plus im Intel-Segment - 32 und 64 Wege - geht vornehmlich auf das Konto von Dell, das 128.426 Maschinen verkaufte (plus 27 Prozent gegenüber Vorjahr und elf Prozent mehr als im Q2). HP verkaufte mit 121.280 Stück 0,8 mehr als vor Jahresfrist, aber zwei Prozent weniger als im zweiten Quartal 2002. Rang drei belegt IBM, das sich gegenüber dem Vorjahresquartal um 23 Prozent auf 44,794 Einheiten steigerte, gegenüber dem zweiten Quartal aber mit minus drei Prozent ebenso Federn lassen musste wie HP.

Im RISC/Unix-Bereich konnte Big Blue dagegen gegenüber Sun Microsystems Boden gut machen. Sun führt allerdings mit 69 Prozent Marktanteil in diesem Segment weiter überlegen. Die Stückzahlen der McNealy-Company gingen allerdings gegenüber den 42.440 Einheiten aus dem vorhergehenden zweiten Quartal deutlich auf 31.782 zurück. IBM verkaufte im dritten Quartal 9035 Maschinen (Q2: 6675), die für 20 Prozent Marktanteil gut waren. Mit zehn Prozent Marktanteil rangiert HP hier auf Platz drei; nach 4122 im zweiten Quartal abgesetzten Systemen konnte sich das Unternehmen aktuell auf 4755 Einheiten steigern. (tc)