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Datango stampft seine "Webrides" ein

09.04.2001

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die Berliner Softwareschmiede Datango, die noch vor einem Jahr von Bain & Company zu den besten E-Commerce-Startups in Deutschland gekürt wurde (Computerwoche online berichtete), wird ihr B2C-Portal Webride.de einstellen. Geschäftsführer Alexander Artopé erklärte, das Angebot lasse sich allein durch Werbefinanzierung nicht tragen. Eine Unternehmenssprecherin fügte hinzu, das Portal sei wirtschaftlich und strategisch nicht mehr sinnvoll. Drei der rund 40 Mitarbeiter wurden entlassen.

Datango hat eine Technologie entwickelt, mit der moderierte Web-Sendungen ähnlich wie im Radio oder Fernsehen produziert und ausgestrahlt werden können. Unter der Adresse Webride.de bot die Company Anwendern die Möglichkeit, an geführten Reisen durch das Web teilzunehmen - zum Nulltarif versteht sich. Gleichzeitig fungierte das Portal als Referenzprojekt für das eigentliche Softwareprodukt.

In Zukunft will Datango sich auf das B2B-Geschäft konzentrieren. Zu ihren Kunden zählen die Berliner unter anderem T-Online, Paybox.net, E-Bay und die HypoVereinsbank sowie seit heute die Scout24-Gruppe.