Schwieriger Umstieg auf Glasfasertechnologie

Data General meldet leichtes Umsatzminus

15.05.1998

Der Spezialist für Server- und Speichersysteme hat im Berichtsquartal zum 28. März bei einem Umsatz von 361,8 Millionen Dollar einen Verlust von 4,5 Millionen Dollar oder neun Cent je Aktie ausgewiesen. Im entsprechenden Zeitraum des Vorjahres konnte DG noch 389,3 Millionen Dollar umsetzen und damit einen Gewinn von 13,8 Millionen Dollar (32 Cent je Aktie) erzielen. In der ersten Hälfte des Geschäftsjahres bis zum 30. September 1998 ging der Umsatz auf 727,1 Millionen Dollar (1997: 737,8 Millionen) zurück, gleichzeitig bedeutet dies einen Verlust von einer Million Dollar oder zwei Cent pro Anteilschein.

Die eigenen Verkäufe im "Aviion"-Server-Geschäft beurteilte ein Unternehmenssprecher als positiv und konstatierte ein kräftiges Wachstum sowohl bei Win- dows-NT- als auch Numa-basierten Systemen (Numa = Non Uniform Memory Access). Allerdings täte sich DG schwer, das traditionelle Geschäft mit "Clariion"-Speicherprodukten, basierend auf der SCSI-Technologie durch eine neue Gerätegeneration zu ersetzen, die mit Glasfasern arbeitet. Jedoch sieht DG das Ende dieser "Durststrecke" gekommen, da die neue Technologie inzwischen über die erforderliche Stabilität und Marktreife verfüge.

Dabei kann sich Data General auf Zahlen der International Data Corp. (IDC) stützen. Die Analysten attestieren in einer aktuellen Erhebung dem Markt für Lichtleiter-basierte Plattenspeicher ein rasantes Wachstum, woraus DG seine gute strategische Ausgangsposition ableitet.