IT-Verlag

Data Becker macht 2014 dicht

09.10.2013
Data Becker ist einer der ältesten IT-Fachverlage aus Deutschland. Jetzt macht der Düsseldorfer Software-Experte dicht.

Der Düsseldorfer IT-Verlag und Software-Anbieter Data Becker macht im kommenden Jahr dicht. Eine Verlagssprecherin bestätigte am Mittwoch einen entsprechenden Bericht der "WirtschaftsWoche": "Data Becker schließt zum 31.3.2014 den Betrieb", sagte die Sprecherin. "Es ist vorgesehen, bis dahin insbesondere Weiterentwicklung, Vertrieb und Support wesentlicher Softwareprodukte an Dritte zu übergeben."

Aktuell arbeiten noch rund 100 Menschen für Data Becker - die Softwaresparte soll teilweise verkauft werden.
Aktuell arbeiten noch rund 100 Menschen für Data Becker - die Softwaresparte soll teilweise verkauft werden.
Foto: Data Becker

Hintergründe für die Schließung und weitere Details wollte das Unternehmen nicht nennen. Offenbar laufen aktuell bereits Verhandlungen zum Teilverkauf der Softwaresparte. Ob und in welchem Umfang es bereits Kündigungen gegeben hat, ist nicht bekannt. Aktuell arbeiten laut Data Becker noch rund 100 Beschäftigte für das Unternehmen.

Mit Data Becker streicht einer der ältesten IT-Fachverlage aus Deutschland die Segel. Das Unternehmen wurde Anfang 1981 von den Brüdern Achim und Harald Becker in Düsseldorf gegründet. Der Verlag ist auf Zeitschriften, Bücher und Software insbesondere für Computer-Einsteiger sowie kleine Unternehmen spezialisiert. Mit dem Aufkommen von Heimcomputer in den 80er Jahren wie etwa C64, Atari sowie dem Personal Computer stieg Data Becker rasant auf und galt bereits 1984 als größter IT-Verlag Deutschlands.

Mitte der 90er Jahre lag der Umsatz jenseits der Schwelle von 100 Millionen Mark. Mit dem Wandel der IT-Branche weg von stationären PCs hin zu Mobilgeräten wie Smartphones und Tablets sowie dem Aufkommen des Internets als wichtigem Nachrichtenmedium für IT-Informationen in den vergangenen Jahren begann der Niedergang von Data Becker. Zuletzt soll der Umsatz der "WirtschaftsWoche" zufolge bei rund 20 Millionen Euro gelegen haben. (dpa/tc)