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DAT 72: DDS ist auferstanden

30.06.2003

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Nach HP hat nun auch die Seagate-Tochter Certance damit begonnen, Laufwerke für die inzwischen fünfte Generation DDS-Lowen-Bandlaufwerke auszuliefern. Gleichzeitig bietet Maxell erste "DAT-72"-Kassetten aus. Den Namen DAT 72 mussten HP und Certance zwangsläufig für die fünfte DDS-Generation wählen. DDS-5 war nicht möglich, weil auch Sony Rechte an der Bezeichnung DDS hat. Allerdings versuchen die Japaner, die eigenen AIT-Laufwerke in den Markt zu pushen.

Wie auch immer: DAT 72 bringt auf einer Kassette 36 GB nativ und 72 GB komprimiert unter. Das sind rund 80 Prozent mehr als DDS-4; gleichzeitig wurde auch der Durchsatz um rund 25 Prozent auf 25,2 GB pro Stunde gesteigert. Die Laufwerke von HP wie Certance lesen auch die älteren Bänder von DDS-3 und DDS-4. Laut Maxell wurde die höhere Kapazität durch schmalere Datenspuren sowie dünnere und längere Bänder machbar.

Nach Einschätzung der Marktforscher von Freemans Reports machten DDS-Laufwerke im vergangenen Jahr 58 Prozent des Lowend-Markts aus. Sieben Millionen solche Geräte sind weltweit installiert. (tc)