Für $600 Mio.

Dassault holt sich IBMs PLM-Vertrieb ins Haus

Thomas Cloer war viele Jahre lang verantwortlich für die Nachrichten auf computerwoche.de.
Er sorgt außerdem ziemlich rund um die Uhr bei Twitter dafür, dass niemand Weltbewegendes verpasst, treibt sich auch sonst im Social Web herum (auch wieder bei Facebook) und bloggt auf teezeh.de. Apple-affin, bei Smartphones polymorph-pervers.
Der französische PLM-Spezialist Dassault Systèmes ("Catia") kauft für 600 Millionen Dollar einen Geschäftsbereich des langjährigen Partners IBM.
Die wohl bekannteste DS-Software: Catia
Die wohl bekannteste DS-Software: Catia

Konkret geht es um Vertrieb und Kundenunterstützung für das PLM-Portfolio von Dassault Systèmes, welche die Franzosen bislang mehrheitlich der IBM überlassen hatten. DS holt sich den Bereich nun inklusive der Kundenverträge und damit zusammenhängender Vermögenswerte ins eigene Haus und zahlt dafür 600 Millionen Dollar - nach Angaben von Dassault-Chef Bernard Charlès die bis dato größte Investition der Unternehmensgeschichte.

Die Transaktion soll vorbehaltlich verschiedener aufschiebender Bedingungen im ersten Halbjahr 2010 abgeschlossen werden. Mit der IBM will Dassault aber auch zukünftig im PLM-Bereich weiter eng zusammenarbeiten. Big Blue könne sich im Rahmen der neuen Struktur der Partnerschaft künftig stärker auf seine Kernkompetenzen im Bereich PLM-Integration über Middleware, Business Transformation und Anwendungs-Services sowie dynamische Infrastruktur fokussieren, erklärte Tom Hawk, General Manager IBM Global Industrial Sector.